Laupen wird im Derby nie gefordert
Klarer Auswärtssieg
Die NLA-Frauen vom UHC Laupen erfüllen beim 6:0 gegen die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti die Pflicht.
Wer im Vorfeld des zweiten Derbys in der Frauen-NLA auf Spannung hoffte, der war ein kühner Optimist. Zu deutlich sind die Kräfteverhältnisse zwischen den Floorball Riders und dem UHC Laupen. Der 6:0-Sieg der Gäste war also nur standesgemäss, obwohl auch sie nicht immer stilsicher auftraten.
Nach einer noch weitgehend ausgeglichenen Startphase war es Yara Hofmann, die zweimal für die Laupnerinnen traf. Zuerst freigespielt von Vanessa Wetten (12.), dann bei der ersten Überzahlgelegenheit (19.).
Weitaus resoluter trat der Favorit zu Beginn des zweiten Abschnitts auf. Die Riders wurden nun öfters im eigenen Drittel eingeschnürt, sodass das 3:0 von Chiara Taini in der 23. Minute nur logisch war. Es fehlten bei Laupen irgendwie aber auch immer wieder die Genauigkeit oder der letzte Torhunger, um weiter nachzulegen.
Im Schlussabschnitt war dann für das 4:0 eine Einzelleistung von Alena Holst nötig (42.). Weiteres Zählbares gab es erst in der Schlussphase, als die Riders wiederholt ihre Torfrau durch eine sechste Feldspielerin ersetzten. Doch wie schon in der Vorwoche gegen Red Ants Winterthur blieb der erhoffte Effekt aus. Im Gegenteil: Hofmann (ihr dritter Treffer) und Vanessa Basler nutzten sogleich ärgerliche Ballverluste zu weiteren Toren aus.
Nichts beschönigen wollte da Thomas Appenzeller, der Sportchef der unterlegenen Riders. «Laupen war besser. Wir waren nicht in der Lage, um Chancen herauszuspielen», sagte er deutlich.
Laupen kämpft sich in Overtime – Riders verspielen 6:3-Führung
Tags zuvor hatte der UHC Laupen noch als Verlierer vom Feld müssen. Beim 5:6 nach Verlängerung gegen Bern Burgdorf waren seine Unkonzentriertheiten gerade im Mitteldrittel ausgenutzt worden, sodass es 3:5 stand. Die Oberländerinnen riskierten in den Schlusssekunden der Partie ohne Torhüterin nochmals alles und wurden mit zwei Treffern innert 20 Sekunden belohnt. Stürmerin Annina Stoll sprach deshalb von einem gewonnenen Punkt – auch wenn Bern Burgdorf in der Overtime nochmals nachlegen konnte. «Wir haben Charakter gezeigt», sagte sie.
Besonders bitter hatte für die Floorball Riders das Wochenende begonnen. Sie mussten sich im Kellerduell gegen Wasa St. Gallen trotz einer 6:3-Führung zur Spielmitte noch 6:7 geschlagen geben.
Für die dadurch neu am Tabellenende klassierten Oberländerinnen geht es damit längst nicht mehr um eine mögliche Playoff-Qualifikation, sondern höchstens noch darum, Platz 9 zurückzuerobern. Damit würden die Riders zumindest mit einem Heimspiel in die Playout-Serie starten.