Die Playoffs rücken in weite Ferne
Riders verlieren kapitale Partie
Die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti unterliegen im Direktduell am NLA-Strich den Red Ants Winterthur 1:7.
Wenn ein Team bereits acht Minuten vor Schluss seine Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin ersetzt, verheisst das nichts Gutes. Die Floorball Riders taten das gestern im Duell mit den Red Ants Winterthur – und dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits 1:6 zurücklagen, illustriert die Verzweiflung, die der Massnahme zugrunde lag. Gefruchtet hat sie nicht. Statt zu verkürzen, kassierten die Oberländerinnen ein weiteres Gegentor – nachdem Torhüterin Sara Tschudin aufs Feld zurückgekehrt war notabene.
Es wird also wohl nichts mit der Playoff-Qualifikation für die Riders. Die Oberländerinnen liegen nun neun Punkte hinter den achtplatzierten Winterthurerinnen, bei fünf verbleibenden Spielen in der Qualifikation. «Wir haben nicht mehr das Matterhorn vor uns, sondern den Mount Everest», sagte Riders-Sportchef Giovanni Marti.
Die Hoffnung währte nur kurz
Gegen die Red Ants waren die Minuten kurz vor der zweiten Pause vorentscheidend. Erst verkürzte Dominique Fuchs für die Riders auf 1:2 – sie fing einen Querpass vor dem gegnerischen Tor ab. Doch statt den Schwung dieses Treffers in die zweite Pause mitzunehmen und Moral fürs Schlussdrittel der bis dahin engen Partie zu tanken, liessen die Oberländerinnen nur neun Sekunden vor der zweiten Pause das 1:3 zu. «Dieses Tor tat weh. Wir waren im Aufwind und der Gegner nicht übermächtig», sagt Marti.
Und doch war das Resultat am Ende deutlich – die Red Ants nutzten im Schlussabschnitt die Räume, die sich in der Riders-Defensive auftaten. «Die Mannschaft hat sich einmal mehr nicht belohnt», sagt Marti. «Es fehlt uns aber auch die Qualität, um mit gewissen Situationen umzugehen.»
Dass Trainer Lukas Schlüssel vergangene Woche mit Giacomo Bütler einen Co-Headcoach zur Seite gestellt bekam, will Marti nicht als Entmachtung oder Vertrauensbruch verstanden wissen. «Wir suchten schon länger jemand, der den Staff ergänzt, das war keine Verzweiflungstat. Es hat sich einfach erst jetzt ergeben.»
Bütler, der bisher auf Nachwuchsstufe und als Assistent in der NLA der Männer aktiv war, soll den bisherigen Staff entlasten. «Die Chemie stimmt», findet der Sportchef. Und möglicherweise bringt der Neuzugang den Riders ja noch einen weiteren Vorteil: Bütler verbrachte den grössten Teil seiner Karriere bei Wasa St. Gallen. Auf das Schlusslicht treffen die Oberländerinnen am nächsten Samstag – und ziemlich sicher auch im Playout.