Diese EM wird eine Oase für Fussballromantiker
Das bewegt unsere Sportredaktoren 2025
Worauf sind unsere Sportredaktoren besonders gespannt? Heute schreibt David Schweizer, weshalb die Frauenfussball-EM zum Ereignis des Jahres wird – und was der FC Effretikon damit zu tun hat.
2025 wird das Jahr des Frauenfussballs. Dafür steht exemplarisch «unser» FC Effretikon mit seinem Zweitliga-Team, das zur Saisonhalbzeit auf Aufstiegskurs ist. Erstmals seit 17 Jahren könnte so ab Sommer ein Frauenteam aus der Region auf dritthöchster Stufe spielen. Es wäre ein bemerkenswerter Erfolg, weil gerade der Mädchen- und Frauenfussball eine enorme Entwicklung durchmacht. Und es spricht für das Oberland, dass mittlerweile viele Vereine ihn bewusst und nachhaltig fördern.
Genau 17 Jahre ist es auch her, als erstmals eine EM-Endrunde in der Schweiz (gemeinsam mit Österreich) durchgeführt wurde. Die Euphorie hatte nicht lange Bestand. Bereits nach zwei Gruppenspielen war der Traum eines möglichen Märchens an der Heim-Europameisterschaft vorbei. Die Gastgeber verpassten die K.-o.-Phase also vorzeitig. Auch bei mir hielt sich die Begeisterung damals in Grenzen. Ich besuchte auf eine Einladung hin gerade mal eine EM-Partie – in Wien!
Das ist dieses Mal vor der ersten Frauen-EM in der Schweiz im Juli ganz anders. Am Tag nach der Auslosung wurde vom Europäischen Fussballverband Uefa ein neues Kontingent an Tickets freigeschaltet. Ich nutzte diese Gelegenheit punktgenau, um sicher nicht leer auszugehen. Es sollte sich lohnen. Gleich von sieben Spielen habe ich Eintrittskarten – schweizweit auf fünf Städte verteilt.

