Auf die Teamleaderin aus Wetzikon war einmal mehr Verlass
Captain des Frauen-Nationalteams
Das Handball-Nationalteam der Frauen zeigte eine starke Europameisterschaft. Grossen Anteil daran hatte die Wetzikerin Kerstin Kündig, die zudem ein besonderes Jubiläum feierte.
Es war keine gute Nachricht für den Schweizer Frauen-Handball – so kurz vor der Heim-EM. Ausgerechnet Captain und Spielgestalterin Kerstin Kündig hatte sich Mitte September im Training eine Knieverletzung zugezogen. Ein operativer Eingriff wurde deshalb bei der Wetzikerin nötig. «Ich hatte zuerst schon Bammel, dass es nicht reichen würde», sagt Kündig.
Die Sorgen erwiesen sich aber als unbegründet. Der Rehabilitationsprozess verlief für sie sogar noch schneller als erwartet. Bereits mehrere Wochen vor der Europameisterschaft gab sie bei ihrem Verein Thüringer HC ihr Comeback. «Auch wenn die Vorbereitung nicht ideal war. Ich konnte so mit einem guten Gefühl in die EM gehen», sagt Kündig.
Und diese ebenso in Österreich und Ungarn ausgetragene Endrunde wurde sogar zu einem Erlebnis für die Ewigkeit. Erstmals überhaupt schafften die Schweizerinnen die Qualifikation für die Hauptrunde. Selbst wenn es für das Nationalteam in diesen vier Partien keine Punkte mehr gab.
