Der Überflieger des UHC Uster tritt auf die ganz grosse Bühne
Unihockey-Nationalspieler aus Pfäffikon
Beim UHC Uster ist Pascal Schmuki viel mehr als nur ein Verteidiger. Nun bestreitet das Ausnahmetalent seine erste Weltmeisterschaft.
Gleich zwölf Debütanten sind im Schweizer Nationalteam an der am Samstag beginnenden Weltmeisterschaft in Schweden. Dazu gehört auch Pascal Schmuki vom UHC Uster, der gleichzeitig sogar der Jüngste im gesamten Kader ist.
Schon vor ihm hatten es Spieler mit Ustermer Vergangenheit wie Florian Bolliger oder Jan Binggeli an eine WM geschafft. Sie spielten zu diesem Zeitpunkt aber nicht für den NLA-Verein aus der Region. Und so ist die Premiere Schmukis auch für den UHC Uster etwas ganz Besonderes.
Doch eine Überraschung ist das Aufgebot des 20-Jährigen nicht. Selbst Schmuki sagt: «Ich habe schon damit gerechnet.» Für Usters Trainer Simon Meier ist die Nomination «nur eine logische Folge». Dies, weil Schmuki, der im Oktober 2023 sein Länderspiel-Debüt gegeben hatte, im Dress des A-Nationalteams schnell überzeugen konnte.
Der schwedische Ritterschlag
Vor allem hat Schmuki sich in der Nationalliga A trotz seiner Jugend bereits zu einem prägenden Spieler entwickelt. Um dies zu belegen, reichen ein paar Zahlen. 19 Skorerpunkte hat der Pfäffiker in der laufenden Saison gesammelt. Damit ist er nicht nur der produktivste Ustermer Akteur, sondern auf Position 9 in der Topskorer-Wertung der gesamten NLA – als Verteidiger notabene.
Auch für Meier hat Schmuki im Vergleich zur letzten Saison einen Schritt nach vorne gemacht. «Pascal trägt seine Linie mittlerweile, selbst wenn andere wichtige Spieler darin ausfallen. Er wächst schnell an seinen Aufgaben», sagt er. Laut dem Fachportal «unihockey.ch» erfreut sich Schmuki sogar «einer bombastischen Form».
Schon fast einem Ritterschlag gleicht in diesem Zusammenhang, dass Schmuki eben erst im schwedischen Innenbandy-Magazin zu den 20 nominierten Spielern für die Wahl des weltweit besten Spielers des Jahres zählt. Bei der Sichtung mit einbezogen werden auch die Nationaltrainer und internationale Medienvertreter.
So richtig ein erstes Mal auf internationaler Ebene von sich reden machte Schmuki an der U19-WM im April letzten Jahrs, als er nicht nur mit der Schweiz Silber holte, sondern auch Aufnahme im All-Star-Team fand.
Auch Rückschlägen getrotzt
Usters Coach Meier ist schon lange ein enger Begleiter von Schmukis Karriere. Erstmals mit ihm in Kontakt kam er als U13-Auswahltrainer, als dieser noch für die Zürich Oberland Pumas spielte.
Auf Stufe U16 wechselte Schmuki zum UHC Uster, wo er ebenso schnell auffiel – und sich auch nicht von Rückschlägen beirren liess. So beispielsweise, als er nicht gleich Aufnahme in der Kunst- und Sportschule Uster fand. «Weitermachen und durchbeissen. Das zeichnet gute Athleten aus», findet Meier.
Sein Debüt in der NLA gab Schmuki schon im Alter von 16. Dabei fiel seine ruhige, abgeklärte Spielweise von Beginn weg auf. Längst ist er seither zu einem Leistungsträger gewachsen.
Für Trainer Meier bringt Schmuki eine gute Mischung aus Verspieltheit und Ernsthaftigkeit mit. Er nimmt ihn ausserdem als «sehr reflektiert wahr», ohne dass er dabei zu den Lauten in der Kabine gehört.
Mit dem nötigen Rüstzeug
Als einem der wenigen WM-Neulinge dürfte Pascal Schmuki auch sogleich eine wichtige Rolle im Team des Schweizer Nationaltrainers Johan Schönbeck zuteilwerden. Der Oberländer selbst rechnet damit, in einer der drei ersten Linien zum Einsatz zu kommen.
Mit seiner Athletik und Reichweite ist er prädestiniert dafür, sich auf internationalem Terrain bestens zu bewegen. Dazu kommt: Trotz seiner Grösse von 1,88 Metern ist der Offensivverteidiger sehr antrittsschnell.
Das neu formierte Schweizer Nationalteam mit Schmuki tritt an der WM ohnehin für einmal in der Rolle des Aussenseiters an. Liefern müssen in erster Linie Gastgeber Schweden und Finnland, die sämtliche 14 Titelkämpfe bisher unter sich ausmachten.
Derweil gilt es für den Schweizer Gruppengegner Tschechien, die Silbermedaille von vor zwei Jahren zu bestätigen. «Wir können ohne Druck aufspielen und alles reinwerfen», findet Schmuki.
