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«Für die Moral wäre es gut, auch einmal vorlegen zu können»

Es sieht zur Saisonhalbzeit nicht gut aus für Floorball Riders. Ist der Playoff-Einzug nicht eine Illusion? Das sagt Coach Lukas Schlüssel.

Trainer Lukas Schlüssel beim Coaching der Floorball-Riders-Frauen.

Foto: Anna Bachrata

«Für die Moral wäre es gut, auch einmal vorlegen zu können»

Floorball-Riders-Trainer nimmt Stellung

Zuletzt hagelte es Kanterniederlagen für die NLA-Frauen der Floorball Riders. Coach Lukas Schlüssel glaubt aber immer noch an die Qualifikation für die Playoffs.

Die jüngsten Resultate machen nicht gerade Mut. 2:8, 2:12 und 0:10 verloren die NLA-Frauen der Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti. Das bisher einzige Erfolgserlebnis gab es in der ersten Hälfte der Saison-Qualifikation gegen Schlusslicht WASA St. Gallen.

Der Rückstand auf den achten und letzten Playoff-Platz beträgt bereits sechs Punkte. Riders-Trainer Lukas Schlüssel gibt sich dennoch unentwegt kämpferisch.

Lukas Schlüssel, Ihr Team war in der letzten Runde nicht im Einsatz. Sind Sie froh darüber?

Lukas Schlüssel: Eine Pause tut nur schon gut, um neue Energie zu sammeln und den Kopf zu lüften. Wir haben schliesslich viele junge Spielerinnen, die eine solche Situation und Belastung nicht gewohnt sind.

Gerade die letzten Ergebnisse waren brutal. Ist da besonderer Gesprächsbedarf nötig?

Das ist ein fortlaufender Prozess. Wir sind im ständigen Austausch. Und knüpfen da auch immer wieder neu an.

Das heisst konkret?

Unabhängig von den Resultaten geht es auch um die individuellen Ziele und die Entwicklung der Spielerinnen. In welchem Bereich sie sich verbessern wollen und entsprechend der Fokus gelegt werden soll. Sie investieren schliesslich auch viel Zeit.

Zermürbend kann die sportliche Situation auch für Sie als Trainer sein.

Auch solche Phasen gehören zum Sport. Und natürlich überlegt man sich immer, was man ändern kann, um das Team in die richtige Bahn zu lenken. Ich bin aber nicht allein und habe viel Rückhalt und Unterstützung vom gesamten Staff. Und darüber bin ich froh.

Lukas Schlüssel, Trainer NLA-Frauen Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti.
Lukas Schlüssel (Mitte) hat trotz sportlicher Baisse nichts von seiner Zuversicht verloren.

Der Rückstand auf Platz 8 ist aufgrund des Siegs des Achtplatzierten Red Ants Winterthur sogar weiter angewachsen. Ist die Playoff-Qualifikation nicht eine Illusion?

Sie ist immer noch machbar. Es gab schon in der Vorrunde einige Partien, die eng waren. Klar ist aber: Wir haben es in den eigenen Händen. Für einen Playoff-Einzug müssen wir gerade die Spiele gegen die Tabellennachbarinnen gewinnen. Und mindestens gegen ein Team, das im hinteren Mittelfeld klassiert ist. Es gilt weiter, hart zu arbeiten und die eigenen Defizite zu minimieren. Für die Moral wäre es gut, in einem Match endlich mit einem oder zwei Toren vorlegen zu können.

Ihr Team hat in neun Partien aber nur 18 Treffer erzielt. Mit einer solchen Ausbeute ist es schwierig, Spiele zu gewinnen.

Wir hatten gerade zuletzt mit der einen oder anderen Verletzung zu kämpfen, was deutlich spürbar war. Umso glücklicher bin ich, dass wir Vendula Stolbova aus der tschechischen Extraliga verpflichten konnten. Sie wird nun ihr Debüt geben.

Stolbova ist aber auch keine Stürmerin.

Sie ist trotzdem sehr abschlussstark und wird unser Offensivspiel beleben. Im Training hat sie mit ihrer lockeren und gleichzeitig professionellen Art gleich frischen Wind reingebracht. Ich freue mich auf die Spiele mit ihr.

Nur warten aber Leader Kloten-Dietlikon und Chur. Da sind wohl keine Punkte zu erwarten.

Als Aussenseiter auf dem Feld haben wir die Möglichkeit, ohne Druck zu spielen. In der Vorrunde haben wir über längere Phasen hinweg ein starkes Spiel gezeigt und konnten gut mithalten. Wenn wir geschlossen auftreten und uns auf unser Spiel konzentrieren, haben wir auch gegen diese Teams unsere Chancen.

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