Der Aufschwung des EHC Wetzikon hält an
Kämpferischer MHL-Aufsteiger
Der EHC Wetzikon ist durch einen 3:2-Heimerfolg über den SC Lyss die rote Laterne in der MHL los.
Im achten Spiel seit dem Trainerwechsel kam der EHC Wetzikon gegen den SC Lyss mit einem 3:2-Erfolg zu seinem vierten Sieg und bestätigte damit seinen deutlichen Aufwärtstrend in der MHL eindrücklich.
Seit der vormalige Assistent Cedric Hüsler das Zepter übernommen hat, sind in allen Belangen deutliche Fortschritte erkennbar. Die Oberländer zeigten auch mentale Stärke, indem sie ein Spiel, das nach einer 2:0-Führung und nach dem 2:2-Ausgleich noch zu kippen drohte, doch noch mit dem 3:2 durch Jerome Portmann zu ihren Gunsten entscheiden konnten.
Die 473 Zuschauer bekamen ein interessantes Spiel zu sehen, welches vor allem im Schlussabschnitt an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war.
Das Geschehen dominiert
Die Oberländer starteten konzentriert in die Partie und dominierten das Geschehen mehrheitlich. So war das 1:0, welches Till Etter in der9. Minute mit einem Gewaltschuss nach einem präzisen Querpass von Rihards Puide erzielte, absolut verdient.
Das wohl schönste Saisontor des EHCW folgte noch im selben Drittel: Puide und Rubio Schir passten bei einem Konter hin und her und Letzterer traf zum 2:0 (16.).
Im mittleren Abschnitt kamen die Gäste besser zur Geltung, und der bestechend sichere Jan Rutz im Wetziker Tor bekam jetzt mehr Arbeit.
Weil auch der gegnerische Hüter stets auf dem Posten war und je eine Zweiminutenstrafe nicht ausgenützt werden konnte, blieb es bis zur zweiten Pause beim 2:0 für Wetzikon.
Im Schlussdrittel ging dann wortwörtlich die Post ab. Die Berner drückten auf den Anschluss und schafften diesen in der 45. Minute durch Kristan Suleski nach einem Scheibenverlust der Wetziker in der eigenen Zone – 1:2. Es kam aber noch schlimmer für die Gastgeber: In der 51. Minute traf Quentin Mettraux zum 2:2-Ausgleich, und die Felle schienen dem EHCW davonzuschwimmen.
Aber kaum zu glauben, nach einer Topchance von Adrian Locher wenig später traf Portmann gleich beim nächsten Angriff zum 3:2.
Eine bange Schlussphase
Der Wetziker Topskorer Gian-Andrea Thöni fasste danach eine umstrittene Fünf-Minuten- plus Matchstrafe, und es wurde wieder brenzlig für die Oberländer. Diese kämpften bis zum Umfallen, hielten ihr Tor sauber, und weil auch die Gäste nach zweieinhalb Minuten noch eine Strafe einfingen, überstanden die Platzherren das Ganze unbeschadet.
Die Wetziker siegten letztlich verdient und hatten für einmal auch das Glück auf ihrer Seite. Weil ihre direkten Konkurrenten Bülach und Frauenfeld ihre Partien verloren, überholen sie diese in der MHL-Tabelle und sind neu auf Platz 10 klassiert.
Und: Den Wetziker Atem spürt zunehmend auch der bezwungene SC Lyss, denn nach der dritten Niederlage in Folge trennt sie nur noch einen Punkt vom EHCW.