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Uster sündigt im Spiel nach vorne – und kriegt späten Ausgleich

Der FC Uster wird ausgerechnet vom Interregio-Schlusslicht ausgebremst. Gegen Bazenheid reicht es nur zu einem mageren 1:1.

Für den FC Uster mit Captain Patrick Schlatter (vorne) verlief der Auftritt gegen Bazenheid nicht nach Wunsch.

Archivfoto: Christian Merz

Uster sündigt im Spiel nach vorne – und kriegt späten Ausgleich

Remis für FCU

Der FC Uster schoss gegen Bazenheid zuerst zu wenig Tore und war dann zu passiv. Statt des vierten Erfolges in Serie schaute deshalb am Ende nur ein 1:1 heraus.

Daniel Hess

Uster hat seinen Lauf nicht fortsetzen können und beim 1:1 gegen Bazenheid den vierten Sieg in Folge verpasst. Ausgebremst haben sich die Ustermer in erster Linie selbst, waren sie doch vor allem vor der Pause das klar überlegene Team gewesen.

«Wir haben ganz klar zwei Punkte liegen lassen», sagte FCU-Trainer Etienne Scholz deshalb – auch wenn Uster am Ende gar froh sein musste, dass die Gäste fast mit dem Schlusspfiff nicht noch ein zweites Mal trafen.

Zu wenig vorgelegt

Die Ustermer knüpften gegen die St. Galler nahtlos an die jüngsten Auftritte an. Sie waren nicht nur grossmehrheitlich in Ballbesitz und bestimmten das Geschehen, sondern erspielten sich auch Gelegenheiten – und zwar gute.

Im Gegensatz zum letzten Interregio-Spiel gegen Altstätten, in dem sich der FCU einen deutlichen Vorsprung erarbeitete, von dem er am Ende zehren konnte, wusste er diese aber zu selten zu nutzen.

Ruben Pinnelli etwa vergab gleich zwei hochkarätige Chancen; einmal verpasste er das offene Tor nach sehenswerter Vorarbeit von Andi Salihi und Finn Knecht. Gionata Centoducato traf nach einer Flanke des wirbligen Knecht nur den am Boden liegenden gegnerischen Keeper, und Raphael Bachmann agierte in aussichtsreicher Position zu uneigennützig.

Erfolgreich war einzig Niko Civelli, der kurz vor der Pause nach einer Ecke per Kopf einnetzte.

Treffen oder dichthalten

Nach dem Tor agierten die Ustermer umgehend passiver. Das wiederholte sich im zweiten Abschnitt, in dem sie zunächst zwar nicht mehr so dominant, aber immer noch die bessere Mannschaft gewesen waren. So konnten sich die Gäste, die laut Scholz eine «ordentliche Energie» auf den Platz brachten, allmählich auch in der Offensive bemerkbar machen.

«Die klare Intention zum Vorwärtsdrang hat uns da etwas gefehlt», sagt Scholz, der grundsätzlich Verständnis hat dafür, dass sein Team einen Gegner nicht 90 Minuten lang an die Wand spielen kann. Dazu seien schliesslich weltweit nur ganz wenige Mannschaften imstande. Für alle anderen gibt es laut dem FCU-Coach nur zwei Optionen, um dennoch zu gewinnen: «Entweder schiesst du in der Phase der Dominanz genug Tore, um die Partie vorzeitig zu entscheiden. Oder aber du hältst in der restlichen Zeit hinten dicht, sodass auch ein Treffer zum Sieg genügt.»

Die Ustermer schafften gegen die St. Galler, die trotz des gewonnenen Zählers ans Tabellenende abgerutscht sind, auch das zweite nicht. Sie gerieten zwar auch in ihren schwächeren Minuten nie derart unter Druck, dass sie wie in der Vorwoche vor dem Tor den Bus hätten parkieren müssen.

Ein von Innenverteidiger Dominik Cennerazzo geschlagenes Luftloch und ein anschliessendes (angebliches) Foul von Goalie Boris Steiner reichten aber bereits, um den Gästen kurz vor Schluss den Ausgleich zu ermöglichen.

Uster - Bazenheid 1:1 (1:0). – Tore: 37. Civelli 1:0. 85. Keiser (Foulpenalty) 1:1.

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