Sauber vergibt die wohl beste Chance
Im Regenchaos nicht gepunktet
Eine bessere Gelegenheit dürfte nicht mehr kommen: Im Regenrennen von Brasilien ging’s drunter und drüber – doch die beiden Boliden aus Hinwil profitierten davon nicht.
Zwei Autos gar nicht erst am Start, ein Regenrennen mit Safetycar-Phasen, einem Abbruch, am Ende insgesamt fünf Ausfällen – das Regenchaos in Brasilien wäre der Moment gewesen für das Sauber-Team, seine Durststrecke nach 25 Grands-Prix zu beenden und die ersten Punkte seit Oktober 2023 zu holen. Doch die Hinwiler liessen auch diese gute Chance ungenutzt und beendeten den GP von Sao Paulo auf den Rängen 13 (Valtteri Bottas) und 15 (Zhou Guanyu).
Selten wurde so bitter offensichtlich, dass der C44 schlicht zu langsam ist – und zwar viel zu langsam. Über eine schnelle Runde sah es noch gut aus; Bottas hatte im Qualifying auf nasser Strecke den 11. Startplatz herausgefahren, was für seine fahrerischen Qualitäten spricht. Doch im Rennen wurde der Finne dann durchgereicht.
«Wir waren leichte Beute»
In guter Position war er als Zwölfter auch, als das Rennen nach dem Unfall des Argentiniers Franco Colapinto im Williams abgebrochen wurde. Bottas hatte wie das Spitzentrio bis zu diesem Zeitpunkt noch auf einen Boxenstopp verzichtet, konnte aus der guten Ausgangslage aber kein Kapital schlagen. «Wir waren bei den Starts leichte Beute», funkte der Finne nach der Zieldurchfahrt. «Uns fehlt noch immer die Pace.»
Alles beim alten also – Sauber bleibt das einzige Team ohne WM-Punkte. Drei Rennen bleiben den Hinwilern noch, um das zu korrigieren und die zweite Nuller-Saison der Teamgeschichte zu vermeiden.
An der Spitze feierte WM-Leader Max Verstappen vom 17. Startplatz aus einen Sieg, der einem Befreiungsschlag gleichkommt. Der niederländische Red-Bull-Pilot baute in der WM seinen Vorsprung auf Verfolger Lando Norris im McLaren, der am Samstag zwar den Sprint gewonnen hatte, am Sonntag von der Pole Position aus aber nur Sechster wurde, wieder auf 62 Zähler aus.
