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Die offensive Lebensversicherung lässt Wetzikon jubeln

Endlich. Nach zehn Niederlagen in Serie endet die Durststrecke des EHC Wetzikon. Der MHL-Aufsteiger bezwingt Franches-Montagnes 4:3.

Gian-Andrea Thöny (Nummer 11) schoss Franches-Montagnes so quasi im Alleingang ab.

(Archiv) Foto: Christian Merz

Die offensive Lebensversicherung lässt Wetzikon jubeln

Erster Sieg unter Trainer Hüsler

Martin Weber

Erleichterung beim EHC Wetzikon: Der MHL-Neuling gewinnt auswärts bei Franches-Montagnes 4:3.

Der EHC Wetzikon war bei seinem Gastspiel im Jura beim HC Franches-Montagnes nicht wiederzuerkennen und erkämpfte sich mit einer starken Leistung und einem 4:3-Erfolg den zweiten Saisonsieg.

Die Torflaute nahm damit ein jähes Ende, und die spielerischen Fortschritte waren eklatant. Das Powerplay allerdings bleibt verbesserungswürdig, und auch das Boxplay funktionierte noch nicht nach Wunsch (zwei Gegentreffer in Unterzahl).

Die Oberländer starteten gut in die Partie und kamen schon bald zu einem Chancenplus. Doch in der 8. Spielminute fasste Portmann eine Strafe, welche die Jurassier nach nur 30 Sekunden mit einer gelungenen Kombination zum 1:0 ausnützen konnten.

Auf Thöny ist Verlass

Die Gäste blieben aber dran, liessen hinten wenig zu und schlossen in der 14. Minute eine herrliche Kombination über Schier und Locher durch Rihards Puide zum 1:1-Ausgleich ab. Dem nicht genug, doppelte Gian-Andrea Thöny nur 22 Sekunden später nach. Er luchste einem gegnerischen Verteidiger beim Spielaufbau die Scheibe ab, zog vors Tor und traf zum verdienten 2:1 für sein Team.

Die Oberländer dominierten ihren Gegner weiterhin mehrheitlich, kassierten gleichwohl wegen einer Unaufmerksamkeit im Abwehrbereich in der 25. Minute den 2:2-Ausgleich. Nachdem Puide in der 32. Minute eine Topchance ausgelassen hatte, stoppte Jari Stacher den darauffolgenden Konter mirakulös und glänzte bald darauf mit zwei weiteren tollen Paraden.

In der zweiten Partie mit Cédric Hüsler als Cheftrainer an der Bande gelang es dem EHCW dann, wieder Druck aufzubauen. Und es war wiederum Thöny, welcher nach einem Bully am schnellsten reagierte und mit einem trockenen Schuss den erneuten Führungstreffer zum 3:2 markierte (35.).

In der vierten Minute des Schlussabschnitts gelang den Jurassiern der zweite Powerplaytreffer zum 3:3-Ausgleich – diesmal sogar nach nur 15 Sekunden nach dem Anspiel.

Ein «Buebetrickli» entscheidet

Die Wetziker reagierten indes vehement, und der überragende Thöny sorgte mit einem «Buebetrickli» und seinem dritten Treffer für die erneute Führung der Gäste zum 4:3. Und diesen Vorsprung liessen sich die bis zum Umfallen kämpfenden Oberländer bis zum Schluss nicht mehr nehmen.

Sie siegten letztlich hochverdient und geben damit die rote Laterne an ihren nächsten Gegner Bülach ab, welcher in Huttwil eine 0:8-Klatsche einfing.

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