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Albert Malgin ist nicht mehr EHCW-Trainer

Neun Niederlagen in zehn Spielen, in der Tabelle zuunterst – beim EHC Wetzikon läuft es nicht. Nun muss der Coach dran glauben.

Albert Malgin ist nicht mehr EHCW-Trainer

Trainerentlassung in Wetzikon

MHL-Schlusslicht EHC Wetzikon entlässt nach neun Niederlagen in Serie Albert Malgin – und setzt auf dessen Assistenten.

Florian Bolli und Oliver Meile

MHL-Aufsteiger EHC Wetzikon isst hartes Brot. Aus den ersten zehn Partien resultierte nur gerade ein Sieg – im Auftaktspiel gegen Langenthal. Seither hat der EHCW neunmal in Serie verloren, auch gegen die direkten Gegner im Tabellenkeller, Frauenfeld und Bülach. Und: Die Wetziker sind vor allem offensiv handzahm. Mit nur 16 Toren in 10 Spielen weisen sie klar die schwächste Offensive auf.

Abgefahren ist der Zug für das Schlusslicht, das sechs Punkte hinter einem Pre-Playoff-Platz liegt, zwar noch lange nicht. Erst knapp ein Drittel der 32 Spiele umfassenden MHL-Saison ist vorbei. Und doch greift der EHCW bereits jetzt zur branchenüblichen Massnahme und entlässt seinen Trainer.

«Wir stecken in einer Negativspirale und hatten das Gefühl, die Entwicklung der Mannschaft stimmt nicht mehr», sagt Luzi Schneider von der Sportkommission. «Für uns ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mit einer neuen Führungsperson, mit neuen Ideen zu versuchen, den Turnaround zu schaffen.»

Ein schwieriges Unterfangen

Albert Malgins Zeit im EHCW ist also mit der 0:4-Niederlage bei Leader Martigny am letzten Samstag abgelaufen. Das passt insofern, als der 58-Jährige in der Walliser Stadt lebt. Der Russe hatte den EHCW diesen Sommer unter nicht ganz einfachen Umständen übernommen.

Von der Equipe, die dem Verein den so lange erhofften MHL-Aufstieg beschert hatte, war nur noch eine Handvoll Spieler übrig geblieben. Der Umbruch ging mit einer Verjüngung einher – viel Routine kam dem Klub abhanden. Malgin selber brachte die Routine aus einer fast 20-jährigen Trainerkarriere auf verschiedenen Stufen mit.

Nun muss einer mit der Situation fertig werden, der erst gerade seine Spielerkarriere beendet hat. Die Verantwortung übernimmt schon ab dem heutigen Auswärtsspiel in Seewen der bisherige Assistent Cédric Hüsler. Für den 30-Jährigen ist der EHCW die erste Trainerstation überhaupt.

Und dennoch mangelt es dem EHCW im Staff nicht an Routine: Hüsler werde an der Bande von Teamleiter Christian Krähenbühl unterstützt, schreibt der Klub. Das ist eine geballte Ladung Erfahrung: Der 62-Jährige war zwischen 2007 und 2009 selber Headcoach des EHCW und später unter anderem elf Saisons lang Assistenztrainer im EHC Dübendorf.

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