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Der FC Rüti hat noch zu wenig Halt

Die grossen Spektakel-Zeiten sind vorbei. Der FC Rüti muss sich im Drittliga-Derby gegen Hinwil mit einem 1:1 begnügen – vorne mitspielen will er trotzdem.

Rütis Edon Sejdiu (vorne) gegen den Hinwiler Fatlind Bytyqi.

Foto: Christian Merz

Der FC Rüti hat noch zu wenig Halt

Drittliga-Derby ohne Sieger

Das war zu wenig. Absteiger Rüti kommt beim FC Hinwil nicht über ein 1:1 hinaus. Er verpasst dadurch die Gelegenheit, näher zur Spitze aufzurücken.

Ein 1:1 gegen Hinwil. Es ist eigentlich zu wenig für ein Team mit dem Anspruch des FC Rüti. «Wir haben uns etwas anderes vorgenommen», bekräftigt auch Sportchef Aykut Ugras.

Dramatisch ist im Oberländer Drittliga-Derby der Gruppe 6 insbesondere die Schlussphase, in der dem FCH nach einem seitlichen Freistoss durch Yannick Zürcher der Ausgleich gelingt. Und in der er in der Nachspielzeit sogar noch die Chance zum zweiten Treffer hat. Ugras sagt deshalb auch: «Das Resultat ist okay.»

Eine verpasste Chance

Für den FC Rüti ist es trotzdem schmerzhaft, dass er den Sieg verpasst hat. Bis auf einen Punkt hätte er an Leader Wald mit einem dritten Sieg in Folge heranrücken können.

Den Rütnern gelingt zwar nach 27 Minuten die Führung nach einer verrückten Penalty-Situation: Harbin Osmani scheitert zunächst vom Elfmeterpunkt an FCH-Keeper Patrick Hörnlimann. Der 31-Jährige wehrt hinterher sogar den Nachschuss von Paulo Alexandre Alves ab. Auf den dritten Abschlussversuch, wiederum von Osmani, kann aber Hinwils Keeper nicht mehr reagieren.

Rütis Harbin Osmani schiebt zum 1:0 ein.
Da war die Rütner Welt noch in Ordnung: Harbin Osmani trifft zum 1:0 gegen Hinwil.

Chancen gibt es in der Folge hüben wie drüben. Und doch zeigt der Auftritt aus Rütner Sicht auch: Die Oberländer sind nach dem Abstieg und den Abgängen von Leistungsträgern wie Taulant Syla oder Cedric Belotti (beide nach Weesen) noch zu wenig gefestigt.

Gerade wenn wie am Sonntag Top-Torschütze Flavio Milano und Abwehrchef Marco D’Alto auf dem Platz fehlen.

Die neuen Qualitäten

Doch hat der FC Rüti in der neuen Zusammensetzung überhaupt das Zeug für einen sofortigen Wiederaufstieg? «Wir reden nicht vom Aufstieg. Aber wir wollen schon oben mitspielen», sagt Ugras. Die Qualität dazu sei vorhanden, davon ist der Sportchef überzeugt.

Die Oberländer haben nämlich nicht nur langjährige Stützen verloren, sondern mit Ianique Antonio Ca und Leandro Miguel Matos Azevedo beispielsweise zwei Verstärkungen aus Portugal dazugewinnen können.

Sicher ist aber auch: Die grossen Spektakelzeiten auf der Schützenwiese sind für den Moment vorbei. Die Rütner haben dafür seit dem ersten Spieltag nie mehr als ein Gegentor erhalten – und die wenigsten Strafpunkte in der Gruppe auf dem Konto.

Ob dieser Trend nachhaltig ist, darüber werden bereits die nächsten Wochen etwas mehr Klarheit geben. Auffällig ist nämlich auch: Der FCR ist mit Ausnahme von Mitfavorit Pfäffikon (1:3) in den bisherigen sechs Runden fast ausschliesslich auf Teams aus der unteren Tabellenhälfte getroffen.

Es warten also in diesem Spätherbst noch einige unangenehme Hürden aus der Zürichsee-Region – und vor allem zum Schluss noch der aktuelle Leader FC Wald.

Meistern die Rütner aber tatsächlich das Gros dieser Aufgaben, sind die Perspektiven für die zweite Meisterschaftshälfte vielversprechend. Zumal bis dahin auch die Langzeitverletzten Esmir Rastoder und Tobias Küng ihr Comeback geben könnten.

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