Wetzikon wehrt sich – und zahlt trotzdem Lehrgeld
Den Favoriten gefordert
Der EHC Wetzikon hält gegen das MHL-Spitzenteam Thun gut mit. Trotzdem unterliegt der Aufsteiger 2:5.
Gegen den MHL-Tabellenzweiten Thun bezog der EHC Wetzikon erwartungsgemäss eine weitere Niederlage.
Diese ist mittlerweile die fünfte in Serie, fiel aber mit 2:5 noch human aus angesichts der Spielstärke der routinierten Berner Oberländer.
Die Wetziker hatten enorme Mühe, das horrende Tempo, das die Gäste vorlegten, mitzugehen. Dank enormem Einsatz und einem überragenden Jan Rutz im Tor vermochte der Heimklub nicht nur die Partie lange Zeit offenzuhalten, sondern er führte zur Spielmitte gar mit 2:1 Toren.
Dieses Zwischenresultat mutete geradezu paradox an, wenn man die herausgespielten Chancen der beiden Teams als Mass nimmt. Doch wie schon zuletzt beim Spiel gegen Arosa brachte ein Doppelschlag die Wende.
Zwischen der 32. und 33. Minute machten die Thuner mit zwei Treffern innert 36 Sekunden aus dem Rückstand eine 3:2-Führung und rückten damit das Kräfteverhältnis ins rechte Licht.
Sie mussten sich aber doch noch bis zur 49. Minute gedulden, bis ihnen die Vorentscheidung zum 4:2 gelang. Sinnbildlich für die Tempostärke der Besucher, rauschte dabei Philip Schär auf und davon und bezwang Rutz nach seinem Solo sicher.
Die Wetziker kamen von Beginn weg unter Druck und gerieten schon nach 65 Sekunden durch Dominik Gyger in Rückstand.
Weitere Treffer vereitelte Rutz in der Folge mit sensationellen Paraden en masse, und zum Erstaunen aller gelang Denis Heller beim zweiten Schuss aufs gegnerische Tor in der 9. Minute der 1:1-Ausgleich.
Das Spiel auf den Kopf gestellt
Das Malgin-Team überstand nicht nur zahlreiche weitere Möglichkeiten der Gäste unbeschadet, sondern es ging in der 23. Minute völlig entgegen dem Spielverlauf gar mit 2:1 in Führung. Wiederum war Verteidiger Heller der Torschütze.
Diese hielt dann bis zur 32. Minute, als ein krasser Fehlpass beim Spielaufbau die Wende einleitete. Fabian Boss bedankte sich, passte quer zu Gil Remondin, welcher Rutz keine Chance liess – 2:2. Das 2:3 folgte schon bald, und die Wetziker hatten nicht die Klasse, die nun drohende Niederlage noch abwenden zu können.
Den fünften Gegentreffer kassierten sie allerdings erst, als Rutz seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte.