So wenig fehlte Dübendorf zu einem Punkt gegen Thun
Erste Niederlage für EHCD
2:3 verliert MHL-Aufsteiger Dübendorf gegen Thun – beinahe hätte es den Glattalern für mindestens einen Zähler gereicht.
Um ein Haar hätte der EHC Dübendorf auch im dritten Spiel nach dem Wiederaufstieg in die MHL gepunktet. Vier Minuten fehlten gegen den EHC Thun zur Verlängerung, als die Berner Oberländer im Powerplay erstmals in Führung gingen – und damit die Partie 3:2 für sich entschieden. «Wir brachten die Scheibe nicht raus, sie sprang blöd. Es war auch Pech dabei», sagte EHCD-Torhüter Joel Messerli. «Irgendjemand muss halt gewinnen».
Dass der Sieger auch Dübendorf hätte heissen können, hatte auch mit Messerlis vielen Paraden zu tun. Denn die Thuner zeigten vor 514 Zuschauern im Dübendorfer Chreis phasenweise, weshalb man sie zu den Spitzenteams zählt. Doch der EHCD kam aus verschiedenen Druckphasen der Thuner unbeschadet heraus. Dank Messerli, manchmal dank Latte oder Pfosten – vor allem aber auch dank solidarischer und konsequenter Defensivarbeit. «Die Mannschaft hat aufopfernd gekämpft und jeder ging 60 Minuten lang für den andern. Wir haben gut gespielt und machten aus unseren Chancen Tore», sagte Trainer Reto Stirnimann.
Die torgefährlichen Jungen
Diese Tore hatten zwei Dinge gemeinsam: Sie fielen früh im zweiten respektive letzten Drittel – und sie wurden von U20-Spielern aus der Lions-Organisation erzielt: In der 22. Minute verwertete der 17-jährige Cyrill Messikommer einen Abpraller nach einem Schuss von Fabian Ganz zum 1:0, in der 41. Minute traf der 18-jährige Noel Berner nach einem Solo sehr sehenswert zum 2:1.
Diese zweite Dübendorfer Führung hatte bis zehn Minuten vor Schluss Bestand. Dann fanden die Thuner für einmal etwas mehr Raum vor und nutzten einen Abpraller von Messerli zum Ausgleich. Wenig später machten sie die Wende in Überzahl komplett. «Übers ganze Spiel gesehen hätten wir den Sieg verdient gehabt», findet EHCD-Trainer Stirnimann. «Am Ende entschieden Details.» Seinem Team bleibt trotz der ersten Saisonniederlage die Erkenntnis, dass es als Aufsteiger in dieser Liga alles andere als Kanonenfutter darstellt.