Der EHC Wetzikon dreht zu spät auf
Favorit setzt sich durch
Keine Punkte für den EHC Wetzikon im ersten Heimspiel der MHL. Die Oberländer unterliegen einem starken Seewen 1:3.
Kann der EHC Wetzikon nach dem überraschenden Auftakterfolg in Langenthal (3:1) gleich nachlegen? Nein.
Allerdings musste sich der Aufsteiger am Mittwochabend in seinem ersten Heimspiel in der MHL vor 458 Zuschauerinnen und Zuschauer keinem Geringeren als dem jüngsten Playoff-Finalisten Seewen mit 1:3 beugen.
Deren Trainer Raphael Zahner sagte deshalb schon im Vorfeld der Partie gegenüber dem «Boten der Urschweiz» unmissverständlich: «Nach der letzten Saison sind wir jetzt praktisch in jedem Spiel der Favorit.»
Dazu kommt: Der neue Coach beim EHCW, Albert Malgin, war bis Dezember 2022 in derselben Rolle bei den Schwyzern tätig gewesen. Und: Yannic Noll, einer der vielen Neuen bei den Oberländern, trug in der letzten Saison noch das Trikot des EHC Seewen. «Ich glaube, mein Team möchte eine sehr gute Visitenkarte hinterlassen», betonte Zahner.
Ein Tor nach 16 Sekunden
Und tatsächlich wurden die Seebner ihrer Rolle in Wetzikon schnell gerecht. Es war gerade die 7. Minute angebrochen, als Aron Welter ein schönes Durchspiel zur 1:0-Führung abschloss.
Im weiteren Verlauf des ersten Drittels blieb auf beiden Seiten je eine Überzahlsituation ohne Ertrag. Der Gast aus Seewen war dennoch über weite Strecken überlegen, und es brauchte einige Male die Interventionen des starken Wetziker Torhüters Jan Rutz, um noch Schlimmeres zu verhindern.
Im zweiten Abschnitt legte der Vorsaison-Vizemeister aber fulminant los. 16 Sekunden waren erst gespielt, als die Scheibe ein zweites Mal im Netz der Oberländer lag. Erneut hatte Welter für Seewen getroffen.
Doch die Wetziker vermochten gerade im letzten Drittel noch einmal aufzudrehen. Der EHCW ging nun deutlich aggressiver und beherzter in die Zweikämpfe – und wurde dafür prompt mit dem Anschlusstor belohnt. Captain Rubio Schir traf in der 51. Minute im Powerplay.
Die Hoffnung war also zurück. Und nun war es plötzlich auch ein Duell auf Augenhöhe. Dennoch wollte der Lucky Punch nicht mehr gelingen. Seewens Sandro Steiner war es, der 54 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem 3:1 ins leere Gehäuse für die Entscheidung sorgte.