Schmerzhaftes Ende, verheissungsvolle Zukunft
Oberländer Töffpilot
Randy Krummenacher ist mit seiner ersten vollen Saison in der Langstrecken-WM zufrieden. Nun will der Grütner mehr.
Am Ende trug er statt eines Podestplatzes einen schmerzenden Fuss davon. Und die Erkenntnis, dass Murphys Gesetz, wonach schiefgehen wird, was schiefgehen kann, in Langstreckenrennen eine besondere Gültigkeit hat. Denn was Randy Krummenacher aus dem Grüt am Wochenende in Le Castellet am Bol d’Or erlebte, dem prestigeträchtigsten 24-Stunden-Event im Motorradsport, hat sehr viel mit Pech zu tun.
Vor allem sein Sturz, der sich früh im Rennen zutrug. Kurz vor einem Boxenstopp hustete der Motor unter Volllast, weil nur noch wenig Benzin im Tank war. Das Vorderrad rutschte weg, Krummenacher kam zu Fall, verlor einige Ränge und spürt seither seinen grossen Zeh.
Immerhin konnte er weiterfahren – aber das war nur der Beginn der Pechsträhne: Zweimal brach an der Maschine das Schaltgestänge, «das ist eigentlich schon unglaublich», sagt Krummenacher. Dann musste er eine Durchfahrtsstrafe verbüssen, weil ein Teamkollege nach dem Boxenstopp von drei statt den erlaubten zwei Mechanikern angeschoben worden war. Und zu guter Letzt, mitten in der Nacht nach über zehn Rennstunden, gab der Motor den Geist auf.
