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Uster tritt überzeugend auf – und muss doch bangen

Der UHC Uster tritt bei Köniz Bern zwei Drittel lang bärenstark auf. Und muss am Ende beim 8:6-Sieg doch zittern.

Für die Spieler des UHC Uster gab es zum Start bei Köniz Bern gleich acht Tore zu feiern.

Archivfoto: Robert Pfiffner

Uster tritt überzeugend auf – und muss doch bangen

Erfolgreicher Saisonstart

Philipp Wyss

Ein starker Auftritt des UHC Uster. Zum Auftakt der NLA gewinnt er bei Köniz Bern 8:6.

Zwei Drittel lang trat der UHC Uster beim NLA-Saisonauftakt bei Köniz Bern äusserst souverän auf – und führte 6:2. Am Ende geriet er aber noch arg in Bedrängnis und erzitterte sich einen 8:6-Erfolg.

Irgendwie schade, hatte die Begegnung nicht eine Stunde früher begonnen. Yves Klöti hätte sich mit seinem 1:0-Führungstreffer nach nur gerade elf Sekunden als erster Torschütze der Saison auszeichnen können.

Es war der Auftakt zu ersten 40 Minuten des Ustermer Teams, wie sie in Sachen Abgeklärtheit so wohl noch nie in den Weissenstein-Sporthallen gesehen wurden.

Auf Uster-Keeper Brütsch ist Verlass

Auf den raschen Ausgleichstreffer hatten die Ustermer mit Claudio Schmids Tor zum 2:1 eine noch schnellere Antwort parat. Und während das Heimteam in der Folge entweder an der eigenen Abschlussgenauigkeit oder dem stark aufspielenden UHCU-Keeper Nicola Brütsch scheiterte, zelebrierten die Gäste vier Minuten vor der ersten Sirene das 3:1 durch Joris Hänseler nach einer sehenswerten Kombination.

Die Berner benötigten im Mitteldrittel eine zweiminütige Überzahl, um den Anschlusstreffer zu realisieren. Torschütze Willfratt hatte Glück, landete der Ball nach dem Schuss Mäkinens von der Brust Brütschs direkt vor seiner Kelle.

Die Ustermer liessen sich dadurch allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Innerhalb nur einer Minute zogen die Gäste durch Treffer von erneut Yves Klöti und Hänseler auf 5:2 davon, sodass die Könizer fortan nur noch mit zwei Linien agierten.

Youngster trifft beim NLA-Debüt

Es entwickelte sich ein Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Reüssieren konnte vor der zweiten Pause aber nur noch Loris Murer, der damit in seinem ersten NLA-Spiel gleich seine Torpremiere feierte.

Im Schlussabschnitt wendete sich allerdings das Blatt. Während Uster nun mehrmals aus aussichtsreicher Position scheiterte, kam das Heimteam bis zur 48. Minute auf 4:6 heran. Die Ustermer mussten sich bei Goalie Brütsch bedanken, fuhren die Berner in dieser Phase nicht mehr Ertrag ein.

Etwas Hilfestellung leistete dann der Könizer Hermele, der wegen Stockschlags auf die Strafbank wanderte, was Schmid per Weitschuss zur Wiederherstellung des Dreitoreabstands zu nutzen wusste.

Doch die Berner liessen nicht locker, ersetzten Keeper Kramer knapp vier Minuten vor Schluss durch einen zusätzlichen Feldspieler, und 90 Sekunden vor der Schlusssirene stand es plötzlich nur noch 7:6 aus Ustermer Sicht.

Kurz nachdem Brütsch den Könizer Ausgleichstreffer hatte verhindern können, war es dann Schmid, der endlich doch noch den Ball im leeren Könizer Gehäuse unterbringen und die drei Punkte zum Saisonauftakt sichern konnte.

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