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Das war zu wenig für Uster

Ärgerlich für den FC Uster: Das Interregio-Team nützt beim 1:1 gegen Frauenfeld die Überzahl nicht aus.

Trotz vollem Einsatz: Für Uster (Andi Salihi), hier im Spiel gegen Red Star, reichte es nicht zu einem Dreier gegen Frauenfeld.

Archivfoto: Christian Merz

Das war zu wenig für Uster

FCU erreicht Remis

Daniel Hess

Mit einem Mann mehr auf dem Platz lag der FC Uster in Frauenfeld im Vorsprung. Am Ende musste er sich dennoch mit einem 1:1 bescheiden.

Ein 1:1 in Frauenfeld ist für den FC Uster grundsätzlich kein schlechtes Resultat.

Und doch waren es für Etienne Scholz am Ende «vom Gefühl her zwei verlorene Punkte». Gerne dürfe man ein solches Spiel nämlich auch gewinnen, sagte der Coach des interregionalen Zweitligisten.

Darum hätte Uster gewinnen müssen

In der Tat gab es gute Gründe, warum der FCU die Partie nicht nur hätte gewinnen dürfen, sondern vielmehr müssen. Er startete besser und hatte bei einem Schuss von Ruben Pinnelli, der das Ziel nur knapp verfehlte, bald die beste Gelegenheit der gesamten ersten Hälfte.

In die Karten spielte den Ustermern zudem der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Frauenfelds kopfballstarkem Mittelstürmer Yannic Kälin. Dieser erlaubte es ihnen, höher zu stehen und früher zu pressen. Der FCF-Topscorer brachte es später mit einer dümmlichen Aktion übrigens fertig, abseits des Platzes die rote Karte zu sehen.

Er beliess es in seinem Ärger über eine Entscheidung des Schiedsrichters nämlich nicht bei einem Flaschenwurf auf das Feld und einem Schlag gegen die Überdachung der Trainerbank, sondern quittierte die dafür erhaltene Verwarnung auch noch mit höhnischem Applaus.

Als Ruben Suarez nach einer guten Stunde nach gewieftem Steckpass des eingewechselten Dejan Ilic das Führungstor gelang, schienen die Gäste denn auch auf bestem Weg zum ersten Auswärtssieg der Saison. Zumal sie nach einer weiteren gelb-roten Karte gegen die Thurgauer in der zweiten Hälfte des zweiten Abschnitts in Überzahl agieren konnten.

Darum gewann Uster nicht

Doch der FCU brachte den sich abzeichnenden Erfolg nicht ins Trockene. Zum einen, weil er es wieder einmal verpasste, den Sack frühzeitig zuzumachen; Finn Knecht etwa scheiterte gleich zweimal am gut parierenden Gäste-Keeper.

Und zum anderen, weil Frauenfeld – für Scholz «die Mannschaft mit der besten Energie in dieser Truppe» – nie aufsteckte und Uster das Leben auch in dezimierter Formation schwer machte. Namentlich verpassten es die zuletzt ein zu wenig energisches Pressing betreibenden Ustermer, die Thurgauer vom Eindringen in Zone zwei abzuhalten und potenziell gefährliche Flanken zu unterbinden.

Prompt fiel der Ausgleichstreffer für die Thurgauer zehn Minuten vor Schluss nach einer ebensolchen Hereingabe. Dass FCU-Goalie Boris Steiner diese hätte abfangen müssen, darf bei der Suche nach Gründen für den entgangenen Sieg auch nicht unerwähnt bleiben.

Frauenfeld - Uster 1:1 (0:0). – Tore: 61. Suarez 0:1. 81. Schweizer 1:1.

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