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Stillstand auf der Strecke, Bewegung in der Fahrerfrage

Die Prominenz in der Sauber-Box in Monza hatte keinen Grund zum Feiern. Aber einige interessante Namen kamen ans Licht.

Valtteri Bottas wurde in Monza 16. – darf er sich Hoffnungen auf einen neuen Sauber-Vertrag machen?

Foto: Sauber Motorsport

Stillstand auf der Strecke, Bewegung in der Fahrerfrage

Sauber in Monza

16. Rennen, 16. Nuller – sportlich ging der Kriechgang der Hinwiler in Monza weiter. Dafür konkretisiert sich langsam, wer das zweite Cockpit 2025 besetzt.

Es war zeitweise ganz schön viel Prominenz in der Sauber-Box in Monza. Allen voran Teamgründer Peter Sauber, aber auch Ex-Pilot Kimi Räikkönen oder Formel-1-CEO Stefano Domenicali. Erstmals war auch Mattia Binotto, der seit Anfang August bei Sauber Chief Operating Officer ist, an der Rennstrecke. Und auch Audi-CEO Gernot Döllner war da.

Punkte gab es wenig überraschend trotzdem keine. Valtteri Bottas wurde 16., Zhou Guanyu 18. – und dass sich der Finne und der Chinese wenigstens von den letzten beiden Startplätzen etwas nach vorn arbeiteten, hatte weniger mit der Performance des C44 zu tun, sondern vielmehr mit Missgeschicken der Konkurrenz. Und auch wenn es im Communiqué des Teams heisst, man habe das Reifenmanagement viel besser im Griff gehabt als zuletzt: Das Auto ist schlicht zu langsam für Punkteränge. Deshalb bleibt Sauber auch nach dem 16. Grand Prix des Jahrs punkteloser WM-Letzter. Und die Durststrecke dauert unterdessen saisonübergreifend 21 Rennen an – Sprints nicht mitgezählt.

Ein Junger – oder doch Bottas?

Stillstand also auf der Strecke – etwas Bewegung hingegen gibt es daneben, und damit ist nicht die Prominenz in der Box gemeint. Mattia Binotto gab erste Interviews – und gab Auskunft über jenes Thema, das derzeit am heissesten diskutiert wird: Wer erhält das zweite Cockpit neben Nico Hülkenberg in der nächsten Saison?

«Wir schauen uns zahlreiche Fahrer an», sagte Binotto. Namentlich erwähnte er den aktuellen Ersatzfahrer Théo Pourchaire; der 21-jährige Franzose stammt aus dem Nachwuchsprogramm der Hinwiler. Ebenfalls nannte er Gabriel Bortoleto – der 19-jährige Brasilianer gewann am Sonntag in Monza in der Formel 2 und ist Zweiter in der Gesamtwertung.

Auch Mick Schumacher (25) ist auf Binottos Liste. Und offenbar nun doch auch wieder Valtteri Bottas; angeblich ziemlich weit oben, wie verschiedene Fachmedien berichten. Sauber – respektive Audi – soll dem 35-jährigen Finnen einen Einjahresvertrag angeboten haben, Bottas aber strebt mindestens einen Zweijahresvertrag an. Er will noch dabei sein, wenn Sauber als Audi-Werksteam ab 2026 am Start ist, nicht bloss 2025 in einem weiteren Übergangsjahr der Lückenbüsser sein mit einem Auto, das mutmasslich erneut eher im hinteren Mittelfeld anzusiedeln sein wird.

Ob sich die Sauber-Führung für den Routinier Bottas oder für einen jungen Piloten entscheidet, das soll laut Binotto bis Ende September klar sein. «Es liegt nicht in unserem Interesse, dass noch länger spekuliert wird», sagte Binotto.

Leclerc lässt die Tifosi jubeln

Für Jubelstürme sorgte in Monza Binottos Ex-Team Ferrari mit Ex-Sauber-Pilot Charles Leclerc. Der Monegasse siegte dank einer Einstopp-Strategie vom vierten Startplatz aus vor den beiden McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris. WM-Leader Max Verstappen kam nicht über Rang 6 hinaus – der Titelverteidiger sieht seinen Vorsprung auf Norris immer stärker schmelzen. In der Team-WM liegt McLaren gar nur noch acht Zähler hinter Red Bull.

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