Vor den Paralympics ist sie in der Form ihres Lebens
Nach vielen Rückschlägen
Para-Sprinterin Abassia Rahmani aus Wila will in Paris in den Final. Dass dieses Ziel realistisch ist, hängt auch mit einem Wechsel im Umfeld zusammen.
13,09 Sekunden. Wie lange hatte Abassia Rahmani doch auf eine solche Zeit gewartet. 13,47 lautete ihre alte persönliche Bestzeit, die sechs Jahre lang Bestand hatte – natürlich viel zu lange für ihren Geschmack.
Die 13,09 Sekunden lief die beidseitig unterschenkelamputierte Profisportlerin über 100 m im August in La Chaux-de-Fonds. Rechtzeitig also vor ihren zweiten Paralympischen Spielen ist die 32-jährige Wilemerin in Topform und so schnell wie noch nie. In ihrer Klasse T62 ist sie gar die Drittschnellste des Jahrs.
Die Krux aber: Wenn es in Paris am 5. September um die Finalplätze und am 6. September um die Medaillen geht, steht die Klasse T62 nicht allein im Einsatz, sondern zusammen mit den Klassen T44 und T64 – und in Letzterer ist die Leistungsdichte bedeutend höher. Nimmt man die Bestenlisten der drei Klassen zusammen, ist Rahmani zusammen mit einer anderen Athletin achte. Das heisst: In Paris ist für sie ein Finalplatz realistisch. Für eine Medaille hingegen müsste sie ihre eigene Bestleistung wohl gleich noch einmal um rund eine halbe Sekunde pulverisieren.

