So schlecht war Sauber noch gar nie
Hinwiler Team am Tiefpunkt
Aufholjagd nach der Sommerpause? Fehlanzeige. Auch im 15. Saisonrennen der Formel 1 ging das Hinwiler Sauber-Team leer aus.
Die Formel 1 hat mit dem GP der Niederlande die Sommerpause beendet. Und wer gehofft hatte, dass das Hinwiler Sauber-Team die vier rennfreien Wochen dazu nutzte, das Auto entscheidend zu verbessern, sah sich massiv enttäuscht. Denn schlechter als Sauber in Zandvoort kann man gar nicht mehr abschneiden.
Valtteri Bottas als 19. und Zhou Guanyu als 20. blieben nur die letzten beiden Ränge. Frappant ist, dass der Chinese auf den Finnen rund 30 Sekunden verlor, obwohl beide wie der Rest des Feldes eine Zweistoppstrategie setzten. Der Abstand am Ende des Feldes war grösser als jener an der Spitze, wo Lando Norris im McLaren 20 Sekunden vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen siegte. Als einzige Fahrer in Zandvoort wurden Bottas und Zhou zweimal überrundet. Und ihre schnellsten Rennrunden waren die langsamsten des gesamten Feldes.
Eine Premiere in der Teamgeschichte
Für Sauber war es eine traurige Premiere – noch nie zuvor in der Teamgeschichte belegten zwei Boliden des Schweizer Formel-1-Rennstalls die hintersten beiden Plätze. Und Sauber ist immerhin seit 1993 in der Formel 1 und damit das viertälteste Team.
Auch nach dem 15. Saisonrennen warten die Hinwiler damit auf einen WM-Punkt. 20 Rennen dauert die Durststrecke nun saisonübergreifend bereits an. «Ich habe alles versucht», funkte Bottas nach dem Rennen an die Box. Der Finne hatte beim Start einige Plätze gutgemacht, wurde aber bald wieder nach hinten durchgereicht und verlor den Anschluss. Zhou hingegen verlor schon beim Start einige Positionen und war nach wenigen Runden bereits Letzter.
In einer Woche in Monza bietet sich die nächste Chance auf WM-Punkte. Indizien, die einen optimistisch stimmen könnten, sucht man derzeit allerdings vergeblich.