Sport

Der Oberländer Berglauf-Cup wartet mit einer Streckenänderung auf

Eigentlich sind die Etappen am 5-Tage-Berglauf-Cup gleich wie im Vorjahr. Ein Teilstück haben die Macher aber auf interessante Weise angepasst.

Der 5-Tage-Berglauf-Cup ist Anfang August ein Fixpunkt im Laufkalender. Titelverteidigerin Lisa Gubler (Nummer 213) ist ebenfalls am Start. (Archiv)

Foto: Robert Pfiffner

Der Oberländer Berglauf-Cup wartet mit einer Streckenänderung auf

Traditionelle Laufserie

Es gehört zum Reiz des 5-Tage-Berglauf-Cups, dass immer dieselben Etappen gelaufen werden. Nun aber erwartet die Teilnehmenden eine prägnante Änderung.

In der Kürze liegt die Würze. Und kurz sind die Etappen am traditionellen 5-Tage-Berglauf-Cup mit ihren Distanzen zwischen 3,6 und 5,4 Kilometer wirklich. Das Spezielle daran ist – und das macht die Aufgabe dann schweisstreibend –, dass die einzelnen Teilstücke allesamt vorwiegend aufwärts führen. Wo sie dann an Orten enden, die man im Oberland kennt.

Farneralp, Sunnehof, Rosinli, Bachtel und Hörnli heissen sie und haben mit einer tollen Aussicht eine wichtige Gemeinsamkeit.

Fünf knackige Bergläufe an fünf aufeinanderfolgenden Abenden – an diesem prinzipiell simplen Modell ändert sich auch in der jüngsten Ausgabe des Berglauf-Cups nichts. Die Serie der Bergläufe beginnt am Montag mit der wohl härtesten Strecke von Wald auf die Farneralp. Über 500 Höhenmeter sind in dieser zu stemmen. Das sind über 100 Höhenmeter mehr als in der finalen Etappe von Steg aufs Hörnli, die am zweitmeisten Höhenmeter aufweist.

Es geht meist aufwärts: Hier Rekord-Gesamtsieger Stephan Wenk auf der 3. Etappe 2023. Video: PD

Dass Jahr für Jahr grundsätzlich dieselben Etappen zu absolvieren sind, ist gewollt und gehört zum Reiz des Anlasses. So können die Läuferinnen und Läufer ihre Leistungen gut vergleichen. Den einen oder anderen Farbtupfer haben die Veranstalter in der aktuellen Ausgabe dennoch gesetzt, wie der neue OK-Chef Christof Münch sagt.

Einerseits in der Aussendarstellung, sprich, man hat das Design der Website und der Flyer neu gestaltet. Mit dem Ziel, den Wiedererkennungswert zu erhöhen. Andererseits hat man bei einer Strecke Anpassungen vorgenommen.

So führt die 3. Etappe von Kempten durchs Kemptner Tobel nicht mehr zum Türli, sondern aufs Rosinli. «Der Zieleinlauf ist direkt eingangs der Gartenwirtschaft», sagt Münch.

Die Organisatoren haben über 100 Vereine angeschrieben, um Werbung zu machen. Dazu hat Münch einige in der Laufszene bekannte Namen kontaktiert. Mit dem Rücklauf ist er zufrieden. Schon Anfang Woche haben sich rund 170 Läuferinnen und Läufer angemeldet.

Bekannte Namen motivieren

Zu diesen zählen auch die Gesamtsieger des Vorjahrs, Lisa Gubler und Jens-Michael Gossauer, die beide Mitglied im LC Uster sind. Gossauer hat den Berglauf-Cup bei den Männern in den letzten Jahren geprägt.

Der zweifache Langdistanz-Vizeweltmeister im Duathlon gewann die Gesamtwertung 2019, 2022 und 2023. Er startet bei den Männern als Favorit.

Für den Gesamtsieg wohl nicht infrage kommen die auch startenden Gion und Sebastian Stalder. Die Walder Biathlon-Brüder dürften kaum die dafür notwendigen vier Etappen absolvieren.

Der eine oder andere bekannte Name wie nun Sebastian Stalder, der letzte Saison der beste Schweizer im Weltcup war, ist für den Berglauf-Cup durchaus wichtig. Vor allem auch als Motivationsspritze für die jüngeren Teilnehmenden.

«Das Niveau an der Spitze ist relativ hoch», weiss Münch. Aber Personen damit abschrecken will man auf keinen Fall. Das Ziel ist, einen guten Mix zu haben zwischen ambitionierten Teilnehmenden und Breitensportlerinnen und -sportlern.

5-Tage-Berglauf-Cup – die einzelnen Etappen

1  Von Wald auf die Farneralp
Distanz: 5,4 km
Höhenmeter: 524 m
Steigung: 10 Prozent

2  Von Bauma zum Sunnehof
Distanz: 4,2 km
Höhenmeter: 302 m
Steigung: 7 Prozent

3  Von Kempten zum Rosinli
Distanz: 4,2 km
Höhenmeter: 245 m
Steigung: 6 Prozent

4  Von Wernetshausen zum Bachtel
Distanz: 3,6 km
Höhenmeter: 364 m
Steigung: 10 Prozent

5  Von Steg aufs Hörnli
Distanz: 4,7 km
Höhenmeter: 407 m
Steigung: 9 Prozent

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