Marquart schreibt wieder Geschichte – und ist trotzdem nicht zufrieden
Mönchaltorfer BMX-Fahrer
Simon Marquart stösst in den Olympiafinal vor, hat da viel Pech und hinterfragt den Heimvorteil der Franzosen.
Die Geschichte ist bekannt. Simon Marquart ist im BMX der erste Schweizer, der ein Weltcuprennen gewann, Sieger der Weltcup-Gesamtwertung und Weltmeister war. Freitagnacht machten sich Marquart, Cédric Butti, der Vierter wurde, und Bronzegewinnerin Zoé Claessens seit der BMX-Premiere 2008 zu den ersten Schweizern, die in einem Olympiafinal standen.
«Der Final ist nicht schlecht. Doch davon kann man sich nichts kaufen», sagte der siebtplatzierte Marquart wenige Minuten nach dem Zieleinlauf. Zufrieden tönt anders. Mit gutem Grund. In der ersten Kurve drängte ihn der Amerikaner Cameron Wood an den oberen Rand der Piste, gleich darauf stürzte der Australier Izaac Kennedy vor ihm. «Ich sah den Sturz in meiner Fahrlinie, musste bremsen und ausklicken, dann war die ganze Sache gelaufen.» Der Mönchaltorfer trudelte mit zwölf Sekunden Rückstand auf Platz 7 im Ziel ein.
