Das Out war bitter, seine Worte danach herzzerreissend
Djakovic verpasst Olympia-Final
Antonio Djakovic vom Schwimmclub Uster verpasst an den Olympischen Spielen in Paris über 400 m Crawl den angepeilten Finaleinzug deutlich. Und ringt danach um Worte.
Was für ein bitterer Moment für Antonio Djakovic: Im Vorlauf über 400 m Crawl blieb der Ustermer an den Olympischen Spielen in Paris völlig chancenlos. In 3:49,77 Minuten wurde er Letzter – und blieb knapp sechs Sekunden über seinem eigenen Schweizer Rekord (3:43,93). Nur der 23. Rang resultierte für den vierfachen EM-Medaillengewinner. Und die frustrierende Erkenntnis, dass er für den angepeilten Finaleinzug nicht einmal in die Nähe seiner Bestzeit hätte schwimmen müssen. 3:45,74 hätten gereicht – diese Zeit hat er in seiner Karriere schon dreimal unterboten.
Doch dazu war er ausgerechnet jetzt in Paris nicht fähig. Wie schon an der WM in Doha im Februar war Djakovic gesundheitlich angeschlagen. «Am Montag wurde ich krank», sagte Djakovic in einem herzzerreissenden Interview mit SRF. «Ich hatte Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Ich sagte mir: Egal, ich gebe mein Bestes. Aber dass es dann so schlecht wird, hatte ich selber nicht erwartet.»
Der Gedanke an die Familie
Der 21-Jährige, der vor drei Jahren in Tokio in 3:45,82 als Neunter den Finaleinzug um 14 Hundertstel vepasst hatte, kämpfte sichtlich mit den Tränen: «Ich habe eigentlich keine Worte um zu beschreiben wie ich mich fühle.» Und in seiner Gefühlswelt spielte nicht nur seine eigene Enttäuschung über den sportlichen Misserfolg eine Rolle. «Meine Familie ist da, um mich zu unterstützen. Mit dieser Zeit habe ich sie nicht glücklich gemacht.»
Viel Zeit. um die Enttäuschung zu verarbeiten, bleibt Djakovic nicht. Am Sonntag ab 11 Uhr stehen bereits die Vorläufe über 200 m Crawl auf dem Programm. «Ich versuche einfach noch einmal mein Bestes zu geben.»