Rancan legt Basis zu WM-Triumph
Ustermer OL-Läufer
«Es hat richtig Spass gemacht, an der Spitze zu laufen», sagt Riccardo Rancan. Der Ustermer kann sich über WM-Gold mit der Schweizer Mixed-Staffel freuen.
Die Schweiz holt an der Sprint-WM in Edinburgh in der Mixed-Staffel die Goldmedaille. Riccardo Rancan aus Uster, Natalia Gemperle, Joey Hadorn und Simona Aebersold verweisen Finnland und Norwegen auf die weiteren Podestplätze.
Startläuferin Natalia Gemperle übergab als Vierte an Rancan, der praktisch zeitgleich mit dem führenden Schweden Emil Svensk den zweiten Abschnitt beendete.
Rancan duelliert sich an Spitze mit Schweden
«Es hat richtig Spass gemacht, an der Spitze zu laufen und sich mit dem Schweden zu duellieren. Ich wusste, ich muss mich auf meine eigenen Routen fokussieren und mir die nötige Zeit fürs sorgfältige Kartenlesen nehmen, das ist mir super gelungen», fasste Rancan seinen Lauf zusammen.
Auch nach dem Lauf von Hadorn war das Schweizer Team und jenes der Schweden praktisch gleichauf.
In der Folge gelang es Aebersold, die schwedische Top-Läuferin Tove Alexandersson unter Druck zu setzen. «Ich wusste, dass sie so beginnt, Fehler zu machen. Genau das ist geschehen, gleichzeitig kam ich ohne grosse Unsicherheit durch», sagte Aebersold.
Alexandersson kam mit einem Rückstand von 7,9 Sekunden auf die Bernerin ins Ziel, weil sie jedoch einen Posten nicht quittierte, wurde das schwedische Team disqualifiziert. So erbte Finnland mit einem Rückstand von 38,8 Sekunden die Silbermedaille. Das drittklassierte Norwegen verlor mehr als eine Minute auf die Schweiz.
Zweiter Sieg nach 2014
Für die Schweizer Staffel ist es die zweite Goldmedaille an einer Sprint-WM. Bei der Premiere 2014 triumphierten Rahel Friedrich, Martin Hubmann, Matthias Kyburz und Judith Wyder.
An den Titelkämpfen in Schottland war es bereits die vierte Medaille für die Schweizer Delegation. Am Freitag hatten Aebersold und Gemperle Silber respektive Bronze sowie Tino Polsini Silber geholt.
Die WM findet am Dienstag mit dem Knock-out-Sprint ihren Abschluss. Im Einsatz steht dann noch einmal auch Riccardo Rancan.
