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Die Regionalfussball-Awards

Die Regionalfussball-Saison ist zu Ende – und wir küren die besten und die schlechtesten Teams aus der Region in verschiedenen Kategorien.

Zwei Titelträger auf einem Bild: Rütis Harbin Osmani (links) und der Greifenseer Levin Brunner räumen mit ihren Teams spezielle Awards ab.

Foto: Robert Pfiffner

Die Regionalfussball-Awards

Saisonbilanz mal anders

Wer war das fairste Team? Wer traf am meisten? Und wer legte in der Rückrunde die grösste Aufholjagd hin? Unsere Auswertung.

Der Topskorer-Award

31 Treffer. Mit dieser Ausbeute schoss Antonio Kaba Mangrei den FC Brüttisellen-Dietlikon nicht nur fast im Alleingang zum Aufstieg, sondern er war auch der beste Torschütze in der Region.

Brüttisellen  Antonio Kaba Mangrei
Mit viel Vorwärtsdrang: Brüttisellens Torgarant Antonio Kaba Mangrei.

Bemerkenswert ist, dass der 25-Jährige das bei einem Drittligisten geschafft hat – schliesslich haben die Stürmer in höheren Ligen mehr Spiele zur Verfügung, um ihre Treffer zu erzielen. Doch bei fast allen Oberländer Klubs schossen die besten Skorer nicht einmal halb so viele Tore wie Kaba Mangrei. Zwei Ausnahmen: Delil Ferati vom FC Dübendorf und Taulant Syla vom FC Rüti mit je 17 Treffern.

Der Konstanz-Award

Die einen nennen es Langeweile, die anderen Konstanz: Der FC Dübendorf und der FC Uster – also die beiden regionalen Vertreter in der 2. Liga interregional, haben im Herbst und im Frühling exakt gleich viele Punkte geholt. Uster je 21, Dübendorf je 18. Konstanter kann man also nicht sein.

Logischerweise veränderten sich auch die Rangierungen der beiden kaum – Dübendorf behielt in der Rückrunde den 11. Rang, auf dem die Glattaler bereits überwintert hatten. Der FC Uster hingegen fiel noch um einen Patz auf Rang 8 zurück.

Der Entfesselungskünstler-Award

Neun Punkte im Herbst – und im Frühling kamen noch einmal doppelt so viele hinzu: Keine Mannschaft aus der Region steigerte sich so deutlich wie der FC Greifensee. Als wollte er das Image der grauen Maus der Liga abschütteln, entpuppte sich der FCG als Entfesselungskünstler und entkam dem drohenden Abstieg, indem er sich von Rang 12 auf Rang 8 steigerte.

Einen nicht ganz so grossen, aber ebenso wichtigen Steigerungslauf legte ebenfalls Brüttisellen-Dietlikon hin. Der Drittligist stieg letztlich auch deshalb auf, weil er in der Rückrunde sieben Zähler mehr holte als in der Vorrunde und sich so von Rang 3 noch ganz an die Spitze verbesserte. Ebenfalls sieben Punkte mehr erspielte sich übrigens der FC Hinwil – nur brachte das den Hinwilern keinen Ranggewinn ein.

Der Eintagsfliegen-Award

Eine schlimmere Bilanz kann man kaum haben. Der FC Kollbrunn-Rikon war der schlechteste aller Drittligisten aus dem FVRZ-Gebiet. Drei Punkte holte der Aufsteiger in 22 Spielen, als er in der 6. Runde in Männedorf 1:0 gewann.

Der Erfolg war eine Eintagsfliege – die Tösstaler waren vor allem Kanonenfutter. Das Torverhältnis von 8:94 spricht Bände. Im Schnitt schoss Kollbrunn-Rikon pro Partie 0,36 Tore und kassierte 4,27. Das sind weitaus die schlechtesten Werte der ganzen Region. Der direkte Wiederabstieg ist die logische Folge – und er hatte sich auch schon sehr früh abgezeichnet.

Der Schiessbuden-Award

Eigentlich ginge er ja auch an Kollbrunn-Rikon. Doch weil die Tösstaler schon den Eintagsfliegen-Award abgeräumt haben, kommt hier der FC Rüti zum Handkuss, der mit 79 Gegentoren – 3,04 pro Partie – am zweitmeisten Gegentore kassiert hat.

Das sind zwar nur 12 mehr als in der Vorsaison. Aber die Rütner schossen auch 47 weniger. Vor einem Jahr waren sie noch das einzige Oberländer Team mit mehr als drei erzielten Toren pro Spiel. Nun waren es nur noch 1,38. Das ist der drittschlechteste Wert nach Kollbrunn-Rikon (0,36) und Hinwil (1,38).

Der Torspektakel-Award

73 Tore, also 3,32 pro Partie: Öfter als der FC Brüttisellen-Dietlikon skorte keine Mannschaft aus der Region. Antonio Kaba Mangrei war mit seinen 31 Treffern für etwas weniger als die Hälfte der Ausbeute zuständig – insgesamt trafen zehn verschiedene Spieler für den Drittliga-Aufsteiger, der sich in dieser Kategorie deutlich durchsetzte vor Wald (2,27 Tore pro Spiel) und Wetzikon (2,23). Mit Dübendorf (2,17) und Volketswil (2) trafen zwei weitere Teams im Schnitt öfter als zweimal pro Spiel.

Der Fairness-Award

40 Fairplay-Strafpunkte – 1,33 pro Spiel: Viel liess sich der FC Hinwil nicht zuschulden kommen. Die Hinwiler waren die fairste Oberländer Equipe – aber als Absteiger gleichzeitig auch das untauglichste Beispiel für den auf der FVRZ-Website abgebildeten Spruch: «Fair sein ist in.»

Sprotplatz Huessenbuehl, Hinwil Philipp Jaussi gegen Pfaeffikon Luca Bürge
Fair, aber erfolglos: Philipp Jaussi (rechts) und der FC Hinwil mussten trotz wenigen Strafpunkten absteigen.

Das gilt schon eher für den FC Effretikon, der mit 47 Strafpunkten in seiner Drittliga-Gruppe Fünfter wurde. Oder den FC Volketswil mit 49 Strafpunkten und einem 4. Rang. Am anderen Ende der Skala liegt übrigens der FC Dübendorf mit sagenhaften 165 Strafpunkten, also 5,5 pro Spiel, vor dem Zweitliga-Dritten Gossau mit 124.

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