Mit dieser Medaille hatte er nicht gerechnet
EM-Bronze für Ustermer Schwimmer
Antonio Djakovic gewinnt an den Europameisterschaften in Belgrad Bronze über 200 m Crawl – aus dem Training heraus.
Es ist ein schöner Erfolg für Antonio Djakovic, den er so nicht einmal angepeilt hatte. An den Europameisterschaften in Belgrad holte der Ustermer über 200 m Crawl die Bronzemedaille. Für den 21-Jährigen ist es bereits der dritte Podestplatz an einer Langbahn-EM nach zwei Silbermedaillen 2022 in Rom (200 m Crawl, 400 m Crawl).
Nun also Bronze – und doch ist es ein sehr spezieller Erfolg, über den Djakovic sagt: «Das hatte ich selber nicht erwartet.» Sein Fokus gilt den Olympischen Spielen in Paris, die EM bestreitet das Aushängeschild des SC Uster quasi aus dem Training heraus – und diese Trainings sind intensiv. «Ich kam unvorbereitet an die EM.»
Die «Superzeit» und die Emotionen mit dem klaren Ziel
Umso eindrücklicher, wie Djakovic auf den letzten 50 Metern aufdrehte und sich noch um drei Ränge verbesserte. Er habe gar nicht bemerkt, dass es noch um eine Medaille ging, als er den Schwimmer auf direkt neben ihm liegenden Bahn 8 einholte.
1:46,32 Minuten war seine Schlusszeit, das ist genau eine Sekunde über seinem zwei Jahre alten Schweizer Rekord – und Djakovic wertet das angesichts der Umstände als «Superzeit». Wohl nicht zuletzt deshalb freut er sich speziell über seine dritte EM-Medaille. Wobei er auch klar macht, dass er damit noch lange nicht am Ziel ist: «Die Emotionen gehen Richtung Paris.»