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Wie will Sauber bloss aus diesem Loch hinausfinden?

In zwei Jahren will Sauber als Audi-Werksteam die Spitze angreifen. Doch auch nach dem GP von Kanada sind die Hinwiler weiter davon entfernt als alle andern Teams.

Chancenlos im kanadischen Regen: Valtteri Bottas war als 13. einmal mehr zwar der bessere Sauber-Pilot, aber ausserhalb der Punkte.

Foto: Keystone

Wie will Sauber bloss aus diesem Loch hinausfinden?

Nächster Nuller

Auch in Kanada war das Hinwiler Sauber-Team ohne Chance auf WM-Punkte. Die Konkurrenz ist längst vorbeigezogen.

Neues Rennen, altes Fazit: Das Hinwiler Sauber-Team holt auch im GP von Kanada keine WM-Punkte und bleibt als einziges Team ohne Zähler und damit WM-Letzter. Neun Rennen dauert die Durststrecke unterdessen an, 14 sind es gar saisonübergreifend.

Die Resultate hören sich zwar nicht allzu schlimm an, Valtteri Bottas wurde 13., Zhou Guanyu kam als 15. ins Ziel. Doch es sahen nur 15 Piloten überhaupt die Zielflagge.

Die Sauber-Boliden gehörten also wieder zu den langsamsten im Feld. Das war schon im Qualifying so, als beide wieder den ersten Cut nicht überstanden. Bottas fehlten diesmal nur gut sieben Hundertstel auf einen Top-15-Startplatz, Zhou hingegen war über drei Zehntel langsamer als der Rest des Feldes. Der Chinese baute im ersten und im dritten freien Training je einen Unfall – er machte alles andere als Werbung in eigener Sache.

Wechsel auf alten Heckflügel brachte nichts

Letzteres gilt allerdings fürs ganze Team, das in zwei Jahren als Audi-Werksteam die Spitze angreifen will. Weiter entfernt von diesem Ziel als Sauber es jetzt ist kann man nicht sein. Vor allem aber zeigt der Trend nicht nach oben. Die Konkurrenz scheint ihre Autos besser zu verstehen und vor allem besser weiterzuentwickeln. Man muss sich fragen: Wie will Sauber überhaupt aus diesem Loch hinausfinden?

In Kanada entschieden sich die Hinwiler nach dem Qualifying wieder auf eine ältere Variante des Heckflügels zu setzen. Bottas und Zhou mussten deshalb aus der Boxengasse starten – was bei einem Regenrennen gar keine schlechte Entscheidung ist. Doch die Massnahme brachte nichts. Weder bei Nässe noch auf trockener Strecke machten die Sauber-Piloten aus eigener Kraft Positionen gut.

Zwar wurde Bottas zwischenzeitlich auf Rang 12 nach vorn gespült, weil er in der ersten Safety-Car-Phase als einer von nur drei Piloten nicht die Box ansteuerte. Halten konnte er diese Position aber nicht – auch weil er später auf abtrockenender Strecke als einer der ersten Piloten auf Slicks wechselte. «Das war zu früh», funkte er nach dem Rennen. «Wir wollten aggressiv sein», antwortete sein Renningenieur.

Verstappen profitiert von Norris’ Fehler

Der Sieg in Montreal ging an Max Verstappen. Der niederländische WM-Leader setzte sich im Red Bull vor Lando Norris im McLaren und dem von der Pole-Position gestarteten George Russell im Mercedes durch. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnte Norris seinen zweiten GP-Sieg einfahren. Der Brite lag fünf Sekunden vor Verstappen, taktierte dann aber in einer Safety-Car-Phase falsch und kam eine Runde zu spät an die Box.

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