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Eine gute Plattform für den Frauenfussball in der Region

Am Mittwoch findet die dritte weibliche Ausgabe des Drei-Städte-Turniers in Uster statt. Erneut mit dem FCZ – nur ohne deren besten Spielerinnen.

2022 wurde das Drei-Städte-Turnier der Frauen erstmalig ausgetragen.

Archivfoto: Paulo Pereira

Eine gute Plattform für den Frauenfussball in der Region

Blitzturnier auf dem Buchholz

Am Drei-Städte-Turnier der Frauen in Uster sind am Mittwochabend der FC Zürich und Winterthur zu Gast.

Das Drei-Städte-Turnier hat in Uster Tradition. Bis 2022 waren während fast 20 Jahren regelmässig die Super-League-Profis von FCZ oder GC und des FC Winterthur für einen Abend zu Gast. Für die Ustermer Amateurfussballer waren es Partien, die in Erinnerung bleiben. Und für die Zuschauerinnen und Zuschauer waren es rare Gelegenheiten, die Profifussballer aus naher Distanz zu verfolgen.

Es lag also auf der Hand, den Anlass zeitgemäss auszuweiten. Und so wird am Mittwochabend auch bereits die dritte Ausgabe des Drei-Städte-Turniers der Frauen auf dem Buchholz durchgeführt.

Der falsche Zeitpunkt

Es findet nach demselben Prinzip statt. Mit dabei sind seit der ersten Austragung neben dem organisierenden Zweitligisten FC Uster, NLB-Rückkehrer Winterthur und vor allem die Rekordmeisterinnen und -Cup-Siegerinnen des FC Zürich. Nur: Die Stadtzürcherinnen treten wiederholt nicht mit der ersten Garde an – sondern mit dem in der NLB spielenden U21-Nachwuchs.

Eine arrivierte Leistungsträgerin wie die Greifenseerin Naomi Mégroz – immerhin 14-fache Nationalspielerin – kann man also auch dieses Mal nicht in Aktion sehen. Der Grund für das Fehlen war stets etwa derselbe. Die Fussballerinnen aus der höchsten Liga befanden sich entweder im Endspurt der Meisterschaft, oder die Saison ist bereits beendet – so wie dieses Jahr.

Ausgestellt wurde deshalb beispielsweise bei der Turnierpremiere der Frauen in Uster vor zwei Jahren nur der frisch errungene Pokal. Dazu standen zwei Zürcher Ergänzungsspielerinnen für Unterschriften zur Verfügung.

Doch nun gibt es nicht einmal etwas zu präsentieren. Die erfolgsverwöhnten FCZ-Frauen holten für einmal weder den Meistertitel noch den Cup.

Für Paolo Trigila, den umtriebigen Leiter Frauen beim FCU und Mitorganisator des Anlasses, ist das Turnier wichtig, um den Frauenfussball in der Region weiter zu stärken. Gerade mit Blick auf die Europameisterschaft der Frauen vom kommenden Jahr in der Schweiz sieht er viel Potenzial. «Diese Welle wollen wir nutzen», sagt er.

Trigila ist spürbar um Nachhaltigkeit bemüht und kündigt im Zusammenhang mit dem Drei-Städte-Turnier für 2025 Veränderungen an. Es soll dann im Spätsommer stattfinden.

Die falschen Fragen

Passt ein solcher Termin besser in den Kalender der FCZ-Frauen? Und: Ist das wiederholte Fehlen der Zürcher Aushängeschilder nicht sogar eine verpasste Chance? Wäre es nicht eine ideale Gelegenheit, um in der Region neue, junge Fans zu gewinnen? Beim FC Zürich geben die Verantwortlichen dazu keine Antworten. Der Mediensprecher lässt lediglich ausrichten, dass man mit den Fragen ganz und gar nicht einverstanden sei.

Usters Trigila lässt sich ohnehin nicht beirren. Er ist überzeugt davon, das Turnier durch einen neuen Termin besser positionieren zu können. Und wenn die Spielerinnen des FCZ doch erneut keine Zeit finden? «Dann ist es trotzdem eine gute Plattform für den Frauenfussball», kontert Trigila.

Spielplan. 19 Uhr: Uster - FC Zürich. – 20 Uhr: FC Zürich - Winterthur. – 21 Uhr: Uster - Winterthur. – Ein Spiel dauert 45 Minuten.

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