Ein Oberländer Trio geht vorne weg
114. Zürcher Kantonale
Am Zürcher Kantonalfest in Horgen können sich Nicola Funk, Remo Ackermann und Fabian Kindlimann vom Schwingklub Zürcher Oberland über einen Kranz freuen.
Vier Kränze sollten es für den Schwingklub Zürcher Oberland (SKZO) werden. Dazu reichte es am Zürcher Kantonalschwingfest in Horgen vor 5000 Zuschauern aber nicht ganz. «Das ist kein Weltuntergang», findet SKZO-Präsident Daniel Spörri. «Manchmal hat halt das letzte Quäntchen Glück gefehlt.»
Zumindest drei Kränze wurden es schliesslich – für Nicola Funk, Remo Ackermann und Fabian Kindlimann.
Zu den positiven Überraschungen zählte allen voran der Gibswiler Funk, der mit vier Siegen, einem Gestellten und nur einer Niederlage gegen den Innerschweizer Eidgenossen Marcel Bieri sich auf Rang 3b einreihte. Es ist das bisher beste Resultat in der Karriere für den 25-Jährigen, der damit sogar einen Lebendpreis (ein Rindli) einheimste.
Ebenso erfreulich war der Auftritt von Remo Ackermann, der vor Wochenfrist nach einer Verletzungspause noch sicherheitshalber auf das St. Galler Kantonalschwingfest verzichtete. Diese Pause schien dem Fischenthaler gut getan zu haben. Lediglich in zwei der sechs Gängen musste er nämlich einen Gestellten hinnehmen – und wurde damit mit Platz 4a belohnt. «Hut ab vor dieser Leistung», sagte deshalb auch Spörri nicht von ungefähr.
Kindlimann muss nun pausieren
Und für den dritten Oberländer Kranz zeichnete sich einmal mehr Fabian Kindlimann verantwortlich, der nach vier Siegen und je einem Gestellten und einer Niederlage mit Rang 6b belohnt wurde.
Der einzige Wermutstropfen aus Sicht des Fischenthalers. Der 33-jährige Routinier schlägt sich derzeit mit einer Trommelfell-Entzündung herum, die er nun Anfang Woche mit Antibiotika behandeln wird. Kindlimann fällt dadurch allerdings fürs heimische Bachtel-Schwinget vom kommenden Sonntag aus, weil das Medikament auf der Dopingliste aufgeführt ist.
Nichts mit dem erhofften Kranz wurde es für die weiteren Athleten des SKZO. Am Knappesten scheiterte dabei der Ustermer Gian Maria Odermatt, dem auf dem Platz 7d klassiert, nur ein Viertelpunkt fehlte.
Souveräner Armon Orlik
Verdienter Festsieger unter den insgesamt 157 Schwingern wurde bei weitgehend trockenen äusseren Bedingungen Armon Orlik, der in Horgen seinen bereits 22. Kranzfestsieg holte. Der Bündner war bis zum Schlussgang nicht zu stoppen, sodass ihm dort gegen Werner Schlegel nach 12 Minuten ein Gestellter zum Erfolg reichte.
Aus Oberländer Sicht zusätzlich erfreulich war das starke Ergebnis des Feldbachers Shane Dändliker (Rang 3a), weil dieser häufig mit den Schwingern des SKZO trainiert. Nach drei Gängen hatte der 29-Jährige vom Schwingklub Zürichsee rechtes Ufer sogar die Rangliste angeführt. «Shane gehört fast zu uns. Das ist eine Riesenfreude», sagt Präsident Spörri.
