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Aus und vorbei – der FC Rüti steigt ab

Kein letztes Aufbäumen beim FC Rüti. Dafür kann Greifensee weiter auf den Klassenerhalt hoffen.

Überall hängende Köpfe: Der FC Rüti verlor in Herrliberg sang- und klanglos 0:4.

Foto: Robert Pfiffner

Aus und vorbei – der FC Rüti steigt ab

Saisonendspurt in 2. Liga

Daniel Hess

Der FC Rüti verlor in Herrliberg nach einer weiteren ungenügenden Leistung 0:4 und steht nach der siebten Niederlage in Folge als Absteiger in die 3. Liga fest.

Was sich schon lange abgezeichnet hatte, steht nun auch rechnerisch fest: Der FC Rüti steigt nach zwölf Jahren in höheren Klassen wieder in die 3. Liga ab.

Dass sich die Rütner mit aller Vehemenz gegen das Schicksal aufgelehnt hätten, kann man nicht sagen. Denn Rüti zeigte in Herrliberg eine weitere schwache Darbietung und verlor klar und deutlich 0:4.

«Es ist traurig für den Verein», sagte die langjährige Teamstütze Tobias Küng nach dem Ende der erfolgreichen Ära, die eng mit dem Namen des vereinstreuen Teamleaders Taulant Syla verknüpft ist. Wie es nun weitergeht und ob dem Verein ein Umbruch bevorsteht, vermag Küng noch nicht zu sagen.

Zu lange an Yasar festgehalten

«Es sind alle mitschuldig an dieser Misere», sagte Küng. Die Spieler agierten fast immer unter ihrem Wert, und die Klubverantwortlichen müssen sich im Nachhinein sicher den Vorwurf gefallen lassen, dass sie viel zu lange am erfolglosen Coach Ursal Yasar festhielten.

Der Trainerwechsel sechs Runden vor Schluss kam jedenfalls zu spät, blieb doch dem bedauernswerten neuen Trainer Michael Koller überhaupt keine Zeit, das Ruder noch rumzureissen. Nachdem das erste Spiel unter ihm gegen Greifensee verloren gegangen war, waren den Rütnern die Felle nämlich bereits davongeschwommen.

Offensiv harmlos, defensiv anfällig

Gegen die Herrliberger, die selbst auch keine gute Rückrunde spielen und wie Rüti lediglich zwei Partien gewonnen hatten, standen die Rütner von Beginn weg auf verlorenem Posten. Nach 20 Minuten lagen sie bereits wegweisend mit zwei Toren im Rückstand, und auch in der Folge hielt sich die Gegenwehr in Grenzen.

In der Offensive brachten sie abgesehen von einigen wenigen Gegenstössen kaum etwas zustande, und in der Abwehr blieben sie verwundbar. Spätestens nach dem dritten Gegentreffer, der per Handspenalty nach einer guten Stunde fiel, war die einseitige Partie entschieden.

Greifensee siegt hoch

Weiter auf den Ligaerhalt hoffen darf indes der FC Greifensee, der mit Phönix Seen nur wenig Mühe bekundete. Er siegte auf überzeugende Weise 5:2. Weil auch Veltheim und Kloten ihre Partien gewannen, verbleibt der FCG allerdings knapp unter dem Strich.

«Wenn wir in den verbleibenden Partien derart auftreten, dann muss es zum Ligaerhalt reichen», sagte Assistenztrainer Simon Schaich.

Das Heimteam agierte von Beginn weg äusserst druckvoll. Nachdem es dem Führungstreffer schon zuvor dreimal nahegekommen war, glückte dieser Luca Mercurio nach einem Zuspiel von Patrick Schmid. Und nur wenig später erhöhte Letzterer nach einem weiteren schnellen Angriff auf 2:0.

Danach ruhte sich der FCG ein wenig zu sehr auf seinen Lorbeeren aus und wurde dafür prompt mit dem Anschlusstor bestraft. Die Antwort Greifensees folgte aber auf dem Fuss, und wiederum Schmid stellte nach einer Flanke Mercurios den alten Abstand wieder her.

Im zweiten Abschnitt agierte Greifensee gar noch überlegener. Trotz einer Vielzahl von Chancen liess das vierte Tor aber auf sich warten. Sasa Fikic erzielte es schliesslich knapp 20 Minuten vor Schluss und kurz darauf gleich noch eins drauf. Der späte zweite Treffer der Winterthurer änderte nichts am Verdikt und trübte den gelungenen Auftritt Greifensees in keiner Weise.

Gossau nützt Vorlage nicht

Der FC Gossau hat es derweil ein weiteres Mal versäumt, die Tabellenspitze zu erobern. Anstatt von der Niederlage von Leader Schaffhausen zu profitieren, verloren die Gossauer selbst 0:1 beim SC Veltheim und fielen in der Tabelle hinter Schaffhausens Bezwinger auf den dritten Rang zurück.

Die Niederlage war laut FCG-Coach Andreas Häsler verdient, «da der Gegner bissiger und ballsicherer» war. Das einzige Tor gelang dem Heimteam mit einem Sonntagsschuss schon nach einer Viertelstunde. Alessio Perot hätte in der Schlussphase zwar fast noch ausgeglichen, doch wäre dies gemäss Häsler «für eine bescheidene Leistung ein allzu reicher Lohn» gewesen.

Herrliberg - Rüti 4:0 (2:0). – Tore: 16. Vizner 1:0. 20. Perucchini 2:0. 64. I. Lustgarten (Handspenalty) 3:0. 90. A. Lustgarten 4:0.

Greifensee - Phönix Seen 5:2 (3:1). – Tore: 12. Mercurio 1:0. 15. Schmid 2:0. 24. Petrovic 2:1. 30. Schmid 3:1. 72. S. Fikic 4:1. 79. S. Fikic 5:1. 85. Lazarevic 5:2.

Veltheim - Gossau 1:0 (1:0). – Tor: 13. Surlici 1:0.

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