Sie lieferten sich ein regionales Duell auf Augenhöhe
Internationaler Wettkampf im Buchholz
Am Züri-Oberland-Cup in Uster kämpften die Rütnerin Nala Pête und die Lokalmatadorin Finja Frehner um den Sieg in der höchsten Kategorie.
Die Rütnerin Nala Pête und die Lokalmatadorin Finja Frehner (RLZ-ZTV Uster) treiben sich in der laufenden Wettkampfsaison konstant zu Höchstleistungen an. Oft entscheiden Details darüber, wer die Nase vorne hat. Am Samstag kam es in Uster am 27. Züri-Oberland-Cup in der Kategorie International Juniors zum nächsten Aufeinandertreffen der zwei Trainingspartnerinnen – mit dem besseren Ende für Pête.
Frehner beendete den Wettkampf auf dem 4. Rang. Es bleiben ihr nun noch zwei Wochen Zeit, um an den Übungen zu feilen. Am zweiten Juni-Wochenende steht in Frauenfeld die SM der Juniorinnen auf dem Programm, der Höhepunkt der Saison. Man kann davon ausgehen, dass Frehner und Pête ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mitreden werden.
Der Ärger nach dem Missgeschick
Die 12-jährige Frehner zeigte in Uster am Startgerät, dem Boden, eine fehlerfreie Übung, vorgetragen mit viel Leidenschaft und einer für ihr junges Alter erstaunlichen Ausstrahlungskraft. Dank einem ebenfalls perfekten Vortrag, der vom Schwierigkeitsgrad etwas höher eingestuft wurde, übernahm Pête aber bereits nach dem ersten Gerät das Zepter.
Nach dem Vortrag am Sprung brachte der Stufenbarren die Vorentscheidung. Frehner unterlief bei einer Kombination zwischen dem unteren und dem oberen Holmen ein Fehler, und sie musste vom Gerät. Die Turnerin ärgerte sich nach dem Wettkampf über dieses Missgeschick, vor allem deswegen, weil ihr die Übung im Einturnen problemlos gelungen war.
Pête turnte ihre Übung durch und konnte Frehner an diesem Gerät um über einen Punkt distanzieren. Als Frehner bei einem Seitwärtssalto am Balken das Gerät verlassen musste, war die Entscheidung gefallen. Die elegant turnende Pête gewann.
Ihre Konkurrentin Frehner war nach dem Wettkampf entsprechend enttäuscht. «Ein Sturz vom Balken kann passieren, aber die Barrenübung hätte ich nach dem guten Einturnen durchziehen müssen», sagte sie.
Luginbühl sorgt für Emotionen
Die Lokalmatadorin Emma Schwaller (RLZ-ZTV Uster) turnte am Züri-Oberland-Cup, an dem mehrere hundert Teilnehmerinnen aus vier Nationen am Start waren, nach einer langen Verletzungspause erstmals wieder einen ganzen Wettkampf durch. Sie zeigte noch einige Unsicherheiten, liess aber mit dem 7. Schlussrang durchblicken, dass in Zukunft wieder mit ihr zu rechnen sein wird.
Ein Höhepunkt am Samstag war die Bodenübung von Sandy Luginbühl (TV Rüti). Mit unglaublich viel Power und einer überragenden Ausstrahlungskraft riss sie das Publikum zu einem Beifallssturm hin. Sie gewann in der Kategorie 2-Kampf überlegen vor Hannah Kress aus Dachau (Deutschland).
