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Schläpfer kriegt einen neuen Steuermann

Der Wilemer wechselt zur neuen Saison ins Team von Pilot Michael Vogt und strotzt vor Zuversicht: «Unsere Ansprüche sind gross.»

Vorläufiger Höhepunkt: Der Tösstaler Anschieber Dominik Schläpfer freut sich mit seinen Teamkollegen über den Weltcup-Podestplatz in Altenberg.

Foto: PD

Schläpfer kriegt einen neuen Steuermann

Bob-Anschieber aus Wila

Nach einer erfolgreichen Saison steht für Dominik Schläpfer aus Wila ein Teamwechsel an. Grund dafür ist der Rücktritt von Pilot Simon Friedli.

Der Rücktrittsentscheid von Bob-Pilot Simon Friedli kommt für Aussenstehende überraschend. Mitten in einem Olympia-Zyklus. Die nächsten Winterspiele stehen bereits im Februar 2026 an. Dem Friedli-Team gehörte bis anhin auch der Tösstaler Anschieber Dominik Schläpfer an.

Ist dadurch also die sportliche Zukunft des 30-Jährigen aus Wila in Gefahr? Nein. Schläpfer wechselt – genauso wie seine bisherigen Kollegen Andreas Haas und Pascal Moser – in die Crew von Michael Vogt.

Möglich wurden diese Wechsel durch zwei Rücktritte im Team und die Verletzung von Anschieber Sandro Michel. Dieser dürfte nach einem schweren Sturz in Altenberg (GER) im März bis zur nächsten Saison noch nicht fit sein.

Während Vogt im Zweierbob in der Weltcup-Abrechnung als Vierter der beste Schweizer war, klassierte sich der abtretende Friedli im Vierer auf dem vierten Platz aber deutlich vor Vogt (11.).

Schläpfer, in den beiden Weltcup-Wintern zuvor durch gleich zwei Achillessehnenrisse zurückgeworfen, blieb nicht nur verletzungsfrei, sondern konnte sich auch über seine erste Podestplatzierung im Weltcup freuen.

Als Rückschritt sieht der Tösstaler, der seinen Fokus bei den Einsätzen auf den grossen Schlitten legt, den Transfer aber in keiner Weise. «Unsere Ansprüche sind gross», sagt Schläpfer.

Seine Zuversicht kommt dabei nicht von ungefähr. «Vogt ist ein sehr guter Pilot», sagt er. Die eingespielte Anschieber-Crew aus dem Friedli-Team könnte sich gerade im Vierer auszahlen. Vogt hatte nämlich bis anhin vor allem beim Start jeweils noch zu viel Zeit verloren.

Friedlis Entscheid lag in der Luft

Für Schläpfer selbst ist der Friedli-Abgang gar nicht so überraschend gekommen. «Simon wollte eigentlich schon 2022 aufhören. Wir mussten also stets mit dem Entscheid rechnen», sagt er. Friedli entschloss sich, wegen der Heim-WM in St. Moritz nochmals ein Jahr anzuhängen, wo er allerdings von einer Verletzung ausgebremst wurde. Grund genug für ihn, eine weitere Saison zu bestreiten.

Doch jetzt hat Friedli endgültig genug. Weniger Motivation und auch den schweren Sturz von Anschieber-Kollege Michel nennt er als Gründe für den Entscheid.

Fehlende Motivation kennt Dominik Schläpfer nicht. Im Gegenteil: Er freut sich bereits aufs erste gemeinsame Trainingslager mit dem Vogt-Team in rund zwei Wochen.

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