Das perfekte Ende bleibt ihr verwehrt
Riediker Judoka Fabienne Kocher
Ihre zweiten Olympischen Spiele wären der krönende Abschluss der Karriere gewesen. Doch jetzt muss Fabienne Kocher sich überlegen: Wie tritt sie ab?
Noch ist die Enttäuschung frisch. Und überaus gross dazu. Fabienne Kocher muss darum das eine oder andere Mal kurz innehalten, um sich zu sammeln, ehe sie weitersprechen kann.
Vor wenigen Tagen ist sie an der WM in Abu Dhabi in der 3. Runde gegen Mascha Ballhaus ausgeschieden. Das Fatale daran: Hätte sie die Deutsche bezwungen, wäre die Riedikerin wohl an ihre zweiten Olympischen Spiele gereist. «Einen Kampf mehr hätte ich gebraucht», sagt Kocher und weiss zugleich: «Das wird mich noch ein paarmal in den Träumen einholen.»
Warum der verpasste Sieg so grosse Auswirkungen hat? Mit der WM endete die Qualifikationsphase, in der Kocher Weltranglistenpunkte fürs Olympia-Ticket sammeln konnte. Der einzige Schweizer Platz in der Kategorie bis 52 Kilogramm dürfte an Binta Ndiaye gehen, die ihren kleinen Vorsprung in der Weltrangliste auf die Oberländerin verteidigte.

