Uster dominiert fast nach Belieben
Souveränes Interregio-Team
Uster bewies gegen den äusserst passiven FC Adliswil Geduld und siegte sicher 2:0.
Wirklich gut war Usters Gegner nicht gewesen. Aber er hatte es auch schwer gehabt gegen den bestens aufgelegten FCU. Dieser bestimmte die Partie gegen den defensiv eingestellten FC Adliswil nämlich beinahe nach Belieben, blieb trotz lange Zeit ausbleibendem Torerfolg geduldig und gewann dank zweier Treffer in der zweiten Hälfte diskussionslos 2:0.
Dass die Ustermer eine derartige Dominanz ausstrahlten, war auch dem Umstand geschuldet, dass sie zumindest im Spielaufbau für einmal gänzlich frei von Nonchalance blieben und sich in diesem kaum einmal einen Fehler leisteten. «Das musst du erst einmal schaffen», sagte FCU-Coach Etienne Scholz nicht ohne Stolz.
Monotone Partie
Die Begegnung war für den neutralen Zuschauer nicht unbedingt ein Leckerbissen. Zu klar waren die Rollen verteilt, zu monoton war das Spielgeschehen. Die Ustermer waren fast immer in Ballbesitz und bemüht, den Gegner in Verlegenheit zu bringen.
Die tief stehenden Adliswiler hingegen hielten sich dezidiert zurück und waren nur mässig daran interessiert, offensive Akzente zu setzen. Weil Uster ihnen die Gelegenheit zum Umschalten nicht gab, blieben ihnen nur Standards, um in die Nähe des gegnerischen Tores zu kommen. Dies gelang ihnen aber nur selten, und auf das wiederum von Routinier Philipp Bünter gehütete Ustermer Tor schossen sie überhaupt nie. Der FC Uster seinerseits stiess vor allem über die Seiten immer wieder bis zur Grundlinie vor. Die anschliessenden Flanken sorgten zwar einige Male für Gefahr, in einen Torerfolg mündeten sie allerdings nie.
Standard bringt Erfolg
Dafür reüssierten die Ustermer, die das Tempo in der zweiten Hälfte noch einmal anzogen, nach der Pause bald. Ironischerweise benötigte das spielstarke Heimteam dafür aber einen Freistoss. Diesen spielten die Ustermer quer, und Gionata Centoducato verwandelte mit einem strammen Flachschuss. An der Passivität der Adliswiler änderte auch der Rückstand nichts, bis deren Trainer genug hatte und nach einer Stunde gleich alle fünf erlaubten Wechsel auf einmal vornahm.
Uster blieb jedoch überlegen, und hätte Raphael Bachmann aus 30 Metern das leere Tor nicht verfehlt, hätten die Ustermer gleich darauf ihren Vorsprung erhöht. Damit war das 2:0 freilich nur aufgeschoben, denn nur wenig später traf der kurz zuvor eingewechselte Ante Batinic nach einem Ballgewinn der Ustermer ins Schwarze.
Als ihm die nun endlich mehr riskierenden Gäste danach immer grösser werdende Räume gewährten, verpasste es der FCU bei seinen Kontern indes gleich mehrfach, den Sack zuzumachen und sich eine hektische Schlussphase inklusive tumultartiger Szenen zu ersparen. «Da waren wir viel zu egoistisch», sagte Scholz. Aber das war auch das Einzige, was der FCU-Trainer seinen Schützlingen an diesem Tag vorzuhalten hatte.
Uster - Adliswil 2:0 (0:0). – Tore: 49. Centoducato 1:0. 67. Batinic 2:0.
