Stump greift sich die nächste WM-Medaille
Ustermer Judoka
Nils Stump hat an den Weltmeisterschaften erneut abgeliefert. Der Titelverteidiger von 2023 schaffte es dieses Mal in Abu Dhabi als Dritter aufs Podest.
Ein nächster grosser Erfolg für Nils Stump. Nachdem der 27-Jährige vom Judo-Club Uster als erster Schweizer überhaupt vor einem Jahr mit WM-Gold in Doha Geschichte schrieb, zeigte er auch bei der nächsten Austragung in in Abu Dhabi eine starke Leistung – und holte Bronze.
Der erneute Medaillengewinn in der Gewichtsklasse bis 73 kg ist nur schon deshalb bemerkenswert, weil Stump eben erst von einer Schulterverletzung zurückgekehrt ist. Den entscheidenden Sieg gelang ihm dabei über den Deutschen Igor Wandtke.
Im Viertelfinal ausgebremst
Überhaupt war es für Stump ein hartes Stück Arbeit. Von Beginn weg wurde er von seinen Gegnern hart gefordert. Ganz aus der Balance brachte ihn schliesslich im Viertelfinal der Mongole Ankhzaya Lavjargal. Die Weltnummer 98 überraschte Stump mit schnellen Angriffen und siegte so schliesslich mit zwei Waza-Ari.
Der Ustermer erholte sich allerdings gut von dieser Niederlage, wodurch es ihm via Trostrunde noch für eine Medaille reichte.
Achtelfinal-Out für Kocher
Nicht ganz so gut war es Fabienne Kocher in der Hauptstadt Tadschikistans gelaufen. Für die Ustermer Vereinskollegin von Nils Stump bedeuteten bereits die Achtelfinals Endstation. Die Riedikerin musste sich in der Gewichtsklasse bis 52 kg der deutschen Weltnummer 10, Mascha Ballhaus, geschlagen geben.
Zuvor hatte sich Kocher zunächst gegen Glafira Borisova (AIN) und dann gegen die Südkoreanerin Yerin Jung durchsetzen können.
Nur: Mit Blick auf Olympia sieht es für die 30-Jährige vom Judo-Club Uster nicht gut aus. Dies, weil sie im Vergleich mit Binta Ndiaye im Olympia-Ranking keinen Boden gutmachen konnte. Die Westschweizerin – vor der WM mit 25 Punkten im Vorsprung – schaffte es bis in die Viertelfinals, wo sie gegen die spätere Finalistin und Weltnummer 2, Dijora Kelidijorowa aus Usbekistan, verlor. In der Repechage unterlag Ndiaye der Ungarin Reka Pupp und konnte so nicht mehr in den Kampf um Bronze eingreifen.
Für Olympia sind pro Nation und Gewichtsklasse nur je eine Athletin startberechtigt.
