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Verletzungssorgen vor intensiven Wochen

Für die Oberländer Schwinger gehen entscheidende Wochen los. Doch die wenigsten sind hundertprozentig fit.

Sie sind auch heuer die Oberländer Zugpferde – und vor allem fit: Fabian Kindlimann (links) und Roman Schnurrenberger. (Archiv)

Foto: Robert Pfiffner

Verletzungssorgen vor intensiven Wochen

Schwingsaison nimmt Fahrt auf

Für die Oberländer Schwinger geht es nun Schlag auf Schlag – doch längst nicht alle sind fit.

Jetzt geht es so richtig los. Praktisch im Wochenrhythmus stehen Oberländer Schwinger nun im Einsatz. Am Pfingstmontag beispielsweise steigen Arjuna Fuster (Bubikon) und Tobias Schmidlin (Hinwil) am Glarner-Bündner Kantonalen ins Sägemehl, während gleichzeitig viele ihrer Klubkollegen in Hochfelden am Unterland-Schwinget teilnehmen.

Dann folgen das St. Galler Kantonale, das Zürcher Kantonale, der Bachtelschwinget und das Bündner-Glarner Kantonale. Und am 30. Juni steht mit dem Nordostschweizer Schwingfest in Meilen ein erster Saisonhöhepunkt an.

Das zweite, eigentliche Highlight folgt am 8. September mit dem Jubiläumsschwingfest 125 Jahre ESV. Es hätte ursprünglich 2020 stattfinden sollen, wurde aber wegen der Corona-Pandemie mehrfach verschoben.

«Wenn wir zwei Teilnehmer haben, ist das super, wenn es einer wird, ist das auch völlig zufriedenstellend», sagt Daniel Spörri, der Präsident des Schwingklubs Zürcher Oberland (SKZO). Fabian Kindlimann (Fischenthal) und Roman Schnurrenberger (Sternenberg) dürften die aussichtsreichsten Oberländer sein für einen Platz in der 30-köpfigen Nordostschweizer Delegation in Appenzell.

Ein hohes Ziel

Auf die Saisonbilanz des SKZO wird das Jubiläumsfest, das punkto Anzahl Schwinger vergleichbar ist mit dem Unspunnen- oder dem Kilchberger Schwinget, keinen grossen Einfluss haben. Die Saison ist dann mehr oder weniger durch – und Spörri wird dannzumal wissen, wie realistisch seine Zielvorgabe war. Sie ist hoch. Von total 15 bis 20 Kränzen spricht er – «das muss drinliegen, wenn alle zwäg sind».

Letzteres ist zumindest jetzt, wo die Kranzfestsaison Fahrt aufnimmt, noch nicht der Fall. Eigentlich sind nur Kindlimann, Schnurrenberger und Fuster ohne grössere Blessuren durch den Winter gekommen. Remo Ackermann (Hinwil), der mit 12 Kränzen dritterfolgreichste aktive Oberländer, hat eine lange Pause wegen Hüft- und Schulterproblemen hinter sich. Roman Bucher (Wetzikon) fällt nach einem Leistenbruch aus. Benjamin Nock (Turbenthal) wurde von Schulterverletzungen gebremst. Und die 19-jährige Nachwuchshoffnung Gian Maria Odermatt (Uster) riss sich das Kreuzband an.

Die Häufung von Blessuren und Verletzungen ist nicht neu, «es geht uns seit rund fünf Jahren so», sagt Spörri. Für ihn liegt das am gestiegenen Niveau im Schwingsport und an der intensiveren Gangart im Training.

Wozu ist Fuster fähig?

Immerhin: Schnurrenberger und Fuster haben am Thurgauer Kantonalen die ersten Kränze geholt und bewiesen, dass in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist. Gerade auf Fuster, der am Pfingstmontag seinen 20. Geburtstag feiert, hält Spörri grosse Stücke. «Er hat sich intensiv und gut entwickelt, ich bin gespannt, wozu er fähig ist.»

Ebenfalls gespannt sein darf man auf Fabio Eicher (Steg). Der 16-Jährige schwingt das erste Jahr bei den Aktiven und gilt als ähnlich grosses Talent wie Gian Maria Odermatt. Für ihn wird der Eidgenössische Nachwuchsschwingertag in Sion der Höhepunkt sein – dort zählt er zu den Besten seines Jahrgangs. Und könnte er bei den Aktiven gleich zum Neukranzer werden? «Mit einer Portion Glück sicher», sagt Spörri. «Aber erwarten darf man das von ihm noch nicht.»

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