Uster lässt Dübendorf abblitzen
Wildes Hin und Her
Der FC Uster besiegte den FC Dübendorf in einem ebenso spektakulären wie torreichen Interregio-Derby auswärts 4:3.
Intensiv, kurzweilig, spannend. Gefälliger Fussball, viel Kampf und reichlich Tore. Das Wiederholungsspiel zwischen Dübendorf und Uster war ein Derby, das diesen Namen auch verdiente.
Am Ende siegten die Ustermer 4:3, was aufgrund der zweiten Hälfte, in der die Gäste das etwas bessere Team waren, auch verdient war. Der Gerechtigkeit ist damit durchaus auch Genüge getan. Schliesslich hatte der FCU vor zehn Tagen zur Zeit des Abbruchs wegen Schneefalls deutlich 3:0 geführt.
Emotionale Trainer
«Auch aufgrund der damaligen Vorfälle wollten wir die Partie unbedingt gewinnen», sagte denn auch Etienne Scholz. Der FCU-Coach war ob des Erfolgs in dem «geilen Derby» derart aufgewühlt, dass ihm eine Analyse kurz nach dem Spiel für einmal schwerfiel.
Auch Shaip Krasniqi hatte zu kämpfen – wenn auch aus anderen Gründen. Sein Team habe derart gut gespielt und einen Riesenaufwand betrieben. «Und dann kommt nichts dabei raus. Das ist mehr als nur ärgerlich», sagte der Dübendorfer Trainer.
Anfängliches Schützenfest
Von wegen arbeitsfreier 1. Mai. Vom Füssehochlegen wollten die beiden Mannschaften von Beginn weg nichts wissen. Und die Ustermer gingen auch gleich bei erster Gelegenheit in Führung, als Niko Civelli einen Corner von Finn Knecht per Kopf in der kurzen Ecke unterbrachte.
Das Heimteam war allerdings weit davon entfernt, geschockt zu sein, und konterte umgehend. Der in der Mitte angespielte Cadima Lusiola düpierte einen Verteidiger und liess auch FCU-Keeper Yannick Stierli das Nachsehen. Nur zwei Minuten später lag Uster aber bereits wieder in Front; erneut war es Civelli, der nach einer Ecke getroffen hatte.
Aufsässige Dübendorfer
Sein gewohntes Aufbauspiel aufzuziehen, vermochte der FCU in der Folge aber auch mit der Führung im Rücken nicht, zu aufsässig ging Dübendorf zu Werke. Gelegenheiten zu Toren gab es zwar weiterhin auf beiden Seiten, genutzt wurde jedoch keine.
Einem weiteren Treffer am nächsten war Shahid Malhis, der den Ball kurz vor der Pause an den Pfosten schlenzte.
Ein wilder Ritt
Nachdem auch Denis Dzepo gleich nach dem Seitenwechsel per Kopf den Ausgleich verpasst hatte, hätte Gionata Centoducato nach einem Ballverlust der Dübendorfer das Skore beinahe erhöht. Dies holte dann Bujar Ajeti in der besten Phase der Ustermer nach einer guten Stunde nach, indem er von der Strafraumecke aus erfolgreich war.
Nur wenige Minuten später verkürzte Maximilian Eiba nach einem Corner aber bereits wieder. Selbst als FCD-Verteidiger Mathias Rodriguez nach der zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen wurde und Blazenko Klaric für Uster auf 4:2 erhöhte, steckte Dübendorf nicht auf. Mehr als den Kopfballtreffer von Lusiola liess Uster in der turbulenten Schlussphase eines mitreissenden Derbys aber nicht zu.
Dübendorf - Uster 3:4 (1:2). – Tore: 4. Civelli 0:1. 7. Lusiola 1:1. 9. Civelli 1:2. 58. Ajeti 1:3. 63. Eiba 2:3. 75. Klaric 2:4. 78. Lusiola 3:4.
