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Ihre Begeisterung kommt nicht von ungefähr

Das ersten Wochenende der Pferdesporttage Uster gehörte dem Schweizer Springsport-Nachwuchs. Dazu zählt auch die Hintereggerin Lou Puch.

Bei den Ustermer Pferdesporttage war die Hintereggerin Lou Puch mit Malito unterwegs.

Foto: Katja Stuppia

Ihre Begeisterung kommt nicht von ungefähr

Ustermer Pferdesportage

Katja Stuppia

Die 17-jährige Lou Puch aus Hinteregg bestreitet an den Ustermer Pferdesportage ihren erst zweiten Grand-Prix über 150 cm. Bereits dieses Wochenende zeigte sie einige fehlerfreie Ritte.

«Für mich sind Pferde und der Reitsport eine Passion. Sie sind nicht nur meine Turnierpartner, sondern auch meine Freunde, mit denen ich täglich viel Zeit verbringe. Sobald ich bei ihnen bin, habe ich gute Laune.» Wenn Lou Puch aus Hinteregg von ihren Pferden spricht, leuchten ihre Augen. «Zu meiner Geburt habe ich ein Pony bekommen», erzählt sie mit einem Lachen.

Die Begeisterung hat sie von ihren Eltern mitbekommen, die beide im Vielseitigkeitssport unterwegs waren. «Meine Mama Michèle ritt an Weltmeisterschaften, Vater Pepo für Österreich an Olympischen Spielen.» Heute unterstützen sie ihre Tochter, die mit ihren erst 17 Jahren national und bereits auch international Fuss fasst.

Vor einer Woche ritt sie im Junioren-Nationenpreis in Compiègne Doppelnull – dies mit ihrem neuen Pferd Hendricks. «Ich kenne ihn noch nicht so gut, wenn es mir aber gelingt, mich für die EM zu qualifizieren, wird er meine erste Wahl sein», sagt Puch, die an einer Sportschule nächstes Jahr die Englisch-Matura abschliessen wird.

Sehr gutes Umfeld

Nebst Hendricks gehören ihr Lieblingspferd Vitalhorse Un Amour la Goula, Leave the Light on, ausserdem zwei Nachwuchspferde, Cody und Malito sowie ihr erstes eigenes Pferd, die sechsjährige Vitosha zu Lous Pferdefamilie. «Ich habe wirklich Glück, dass ich eine grosszügige Pferdebesitzerin, und eine wunderbare Familie habe, die mich bei allem unterstützen», sagt sie.

Und noch ein wichtiger Name darf nicht fehlen: Thomas Fuchs, ihr Trainer. Der Vater des Bietenholzer Europameisters und Weltcupfinalsieger Martin gilt für die Nachwuchsreiterin als bester Trainer, den man haben kann.

«Ich teile seine Philosophie auch bezüglich der Pferdehaltung.» Heisst: Dass die Pferde so oft wie möglich auf die Weide können und nebst dem Sport viel Ausgleich haben sollen. «Wir halten dies genau so», betont Puch am Rande der Pferdesportage Uster.

Viel Lob gibt es auch für den Traditionsanlass selbst, den sie als eines der schönsten Turniere der Schweiz bezeichnet. Dabei streicht sie Publikum, Parcours und Unterlage besonders heraus. «Ich freue mich riesig, hier den Grand-Prix reiten zu dürfen.» Für diesen wird sie Leave the light on satteln, Hendricks hat derweil nach seinem Effort in Frankreich eine Pause verdient.

Und was wird Lou Puch tun, wenn sie die Matura im Sack hat? «Ich habe das Glück, dass ich danach vorerst auf die Karte Reitsport setzen darf», sagt sie. Klar ist: Wie ihr Vater hofft sie einmal an Olympischen Spielen reiten zu können. «Ich nehme es aber Step für Step», fügt sie an.

Mit Leichtigkeit zum Sieg

In der Hauptprüfung von diesem Wochenende über 145 cm stand übrigens ein anderer Newcomer an der Spitze, dieses mal aber ein Vierbeiniger. Der neunjährige Picobello van’t Roosakker gilt seit seinen ersten Auftritten unter seinem damaligen Reiter und Besitzer Daniel Etter in der Youngster Tour am CSIO St. Gallen als Ausnahmepferd. Dies hat er nun auch mit seinem neuen Reiter Jason Smith in Uster bewiesen.

Mit grosser Leichtigkeit verwies das Paar im Stechen den Dielsdorfer James Shore mit Cardole und die junge Aaliyah Laurino mit Corcovados auf die Plätze. Dazu sagte der Sieger: «Ich bin Pferdebesitzer Marc Buhofer so dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, ein solches Ausnahmepferd zu reiten.»

Am 1. Mai geht es in Uster traditionell mit zwei grossen Prüfungen, darunter dem Grand-Prix am Nachmittag, weiter. Ab Freitag folgt das regionale Turnierwochenende.

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