Gmelin schafft es sogleich ins Final
Ruder-EM
Ein sechster Rang für Jeannine Gmelin bei Ihrem EM-Comeback. Für den Final im Doppelzweier hatte sich die Ustermerin mit Nina Wettstein via Hoffnungslauf qualifiziert.
So richtig zufrieden war Jeannine Gmelin nach dem Final nicht. «Es war ein schwieriges Rennen. Es war nicht schlecht, aber nach dem guten Rennen vom letzten Freitag nicht ein weiterer Fortschritt», sagte die Ustermerin nach Platz 6 im Doppelzweier.
Gemeint war damit der Hoffnungslauf, wo die 33-Jährige mit Nina Wettstein aus Uetikon am See den dritten Rang hinter Rumänien und Irland belegt hatte – und damit den Finaleinzug an den Europameisterschaften im ungarischen Szeged sicherstellte. Die direkte Qualifikation hatten Gmelin/Wettstein zuvor als Vorlauf-Dritte noch verpasst.
Wir haben es nicht ganz zusammengebracht.»
Jeannine Gmelin
Und so betonte Gmelin: «Wir haben es nicht ganz zusammengebracht. Der Level im Frauen-Doppelzweier ist sehr hoch, und wir nehmen viel mit von dieser Europameisterschaft. Es war erst unser fünftes gemeinsames Rennen heute.»
In Final konnte das Gespann nicht in die Entscheidung eingreifen. Der Schweizer Doppelzweier ruderte auf der ersten Streckenhälfte an fünfter Stelle, mit Kontakt zum tschechischen Boot, das direkt neben ihnen ruderte, sowie dem irischen Boot, das nicht für schnelle Starts bekannt ist.
Von Tschechinnen überholt
Die Tschechinnen vermochten sich auf der zweiten Streckenhälfte zunehmend abzusetzen und sicherten ihren vierten Rang ab. Auf dem dritten Streckenviertel kamen die beiden Irinnen stark auf und überholten das Schweizer Boot.
So blieben die Positionen bis ins Ziel unverändert und für Gmelin/Wettstein gab es einen sechsten Platz – mit schliesslich fast 20 Sekunden Rückstand auf die neuen Europameisterinnen Thea Helseth/Inger Kavlie aus Norwegen. Auch der Rückstand auf die drittplatzierten Rumäninnen war beträchtlich.