Hinwils Ausgangslage ist schlecht – die Hoffnung aber gross
Start in Rückrunde
Rückrundenstart in der 3. Liga: Besonders gefordert ist der FC Hinwil mit Igor Drmic als neuem Trainer.
Weshalb soll der FC Hinwil den Klassenerhalt in der 3. Liga bewerkstelligen? Es ist eine berechtigte Frage. Nur schon deshalb, weil als die beiden Absteiger wohl nur Meilen, der FCH und Kollbrunn-Rikon infrage kommen.
Der Rest der Gruppe 6 ist schon weit entrückt. Der Tabellenneunte Seefeld 3 liegt satte zehn Punkte vor den direkt unter dem Abstiegsstrich klassierten Hinwilern.
Dazu kommt: Das Startprogramm des FCH ist happig. In den ersten Phasen der Rückrunde trifft er fast nur auf Teams aus dem oberen Feld.
Trainer Igor Drmic sieht darin keinen Grund, um zu hadern. «Wir sind in der Lage, jeden zu bezwingen – also auch Gegner aus dem Spitzenfeld», ist er überzeugt.
Drmic hat in der Winterpause beim Zweitletzten für den aus privaten Gründen kürzertretenden Jürg Stücheli die Verantwortung übernommen. Für Drmic ist es eine Rückkehr in die Region. In der Vergangenheit war er schon für Fällanden und Pfäffikon 2 – damals noch als Spielertrainer – tätig gewesen.
Drmics Engagement in Hinwil ist nicht zuletzt durch Vorgänger Stücheli zustande gekommen. Beide hatten einst zusammen die U15-Junioren von Red Star betreut. «Wir harmonierten da bereits super», sagt Drmic. Und Stücheli hilft bei Bedarf weiterhin mit. So wie unlängst im Trainingslager in Spanien, wohin Drmic nicht mitreisen konnte.
Der in Schwerzenbach wohnende 39-Jährige hat einen guten ersten Eindruck vom neuen Umfeld gewonnen. «Es macht Spass. Die Jungs wollen etwas bewegen», sagt er. Ein weiteres Indiz: Vier der sechs Testspiele konnten gewonnen werden.
Zuletzt setzte es aber eine 1:2-Niederlage gegen den Viertligisten Maur ab. Einige Spieler seien da schon gedanklich im Trainingslager gewesen, relativiert der Trainer aber das Resultat.
Die Heimschwäche abgelegt
Vor allem konnten die Hinwiler in der Vorbereitungsphase ihre eklatante Heimschwäche ablegen. Seit der Einweihung der neuen Sportanlage im letzten Juni waren alle Partien auf eigenem Terrain verloren gegangen.
Für Drmic lagen die Probleme gerade im konditionellen Bereich. Daran soll sich in der Zwischenzeit, nicht zuletzt durch die guten Trainingspräsenzen, einiges zum Guten verändert haben.
Inwiefern dies sich schon ausbezahlt, wird sich zum Auftakt gegen den SC Zollikon zeigen. Dieser ist nicht nur Tabellenzweiter, sondern eliminierte vor Wochenfrist auch den Zweitliga-Klub Oetwil-Geroldswil aus dem FVRZ-Cup. Drmic sagt: «Wir wollen gleich ein Zeichen setzen.»