Verkantete Radmuttern statt WM-Punkte
Saubers Boxenmisere
Das Hinwiler Sauber-Team hofft vor dem GP von Japan auf ein Ende der Boxenstopp-Pannenserie. Doch die Vorzeichen sind nicht gut.
100,31 Sekunden. So lange stand Valtteri Bottas in den ersten drei Rennen der Saison schon an der Sauber-Box. Weltmeister Max Verstappen verbrachte in der ganzen letzten Saison 110,16 Sekunden mit Boxenstopps.
Der Vergleich illustriert gut, was die Ursache für den schwachen Saisonstart der Hinwiler ist, die noch immer ohne Punkte sind: Das Hauptproblem liegt nicht auf der Rennstrecke, sondern an der Box. Oder anders gesagt: Wie konkurrenzfähig der Sauber-Bolide im Rennen ist, weiss man vor dem GP von Japan noch gar nicht so genau – weil beim Reifenwechsel zu viel Zeit verloren geht.
Elf Boxenstopps absolvierte die Sauber-Crew heuer schon – und dreimal trat das gleiche Problem auf: Am linken Vorderrad verkantete sich die Radmutter auf der Nabe. Zweimal war Bottas betroffen, einmal Zhou, und die Boxenstopps dauerten statt der üblichen 2 bis 3 Sekunden zwischen 28 und 52 Sekunden. Ohne die Probleme wären WM-Punkte durchaus möglich gewesen. Als Bottas zuletzt in Australien erstmals an die Box fuhr, lag er auf Top-Ten-Kurs.

