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Wetzikon setzt eine erste Duftmarke

Der EHC Wetzikon braucht im ersten Spiel des Erstliga-Finals keine Anlaufzeit und besiegt Dübendorf auswärts 6:3.

Die Wetziker Ari Hochheuser (links) und Mario Pieroni freuen sich über den sechsten Treffer.

Foto: Christian Merz

Wetzikon setzt eine erste Duftmarke

Gleich ein Break

Beat Gmünder

Achtung, fertig, los: Der EHC Wetzikon gewinnt das erste Spiel der Erstliga-Final-Serie beim EHC Dübendorf nach einer furiosen Startphase 6:3.

Der EHC Wetzikon gewinnt das erste Spiel im Erstliga-Playoff-Final (best of 5) in Dübendorf vor 1538 Zuschauer 6:3.

Den Oberländern gelang ein Auftakt nach Mass. Nachdem die erste Druckphase des Qualifikationssiegers überstanden war, schossen die effizienten Wetziker drei Tore innert acht Minuten und legten damit das Fundament zum verdienten Auswärtserfolg.

Dübendorf muss nun zwingend ein Rezept gegen diesen für sie unbequemen Gegner finden, denn noch kein Spiel in dieser Saison entschieden sie für sich.

Die Wertschätzung für die kleinen Details haben wir nicht gehabt.

Reto Stirnimann, Trainer EHC Dübendorf

«Wir haben Wetzikon die Möglichkeiten gegeben und waren zu wenig konsequent», blickt EHCD-Coach Reto Stirnimann auf die Partie zurück. «Es war für meine Mannschaft das erste Mal vor so einer stolzen Kulisse, das erste Heimspiel im Final. Da war Nervosität im Spiel, die Erfahrung fehlte. Die Wertschätzung für die kleinen Details haben wir nicht gehabt.»

Effiziente Wetziker legen vor

Die Kontrahenten legten ohne zu zögern los. Nach 14 Sekunden fand bereits eine Keilerei vor dem Wetziker Tor statt, zuvor hatte Damon Puntus den ersten Angriff des EHCD abgeschlossen.

Dübendorf blieb druckvoll, suchte etwas vehementer den ersten Treffer. Dieser gelang aber Wetzikon: Felix Käser verwertete den abgefälschten Steilpass von Thomas Mettler cool.

«In den ersten fünf Minuten hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind», sagte EHCW-Coach Roger Keller. «Danach haben wir unsere Treffer erzielt.»

Die Partie lief nur für die Oberländer. Nach einem schnellen Konter brauchte Nils Berni das Zuspiel von Kent Daneel nur noch am verschiebenden EHCD-Keeper Marvin Kortin vorbei einzuschiessen (13.). Rund zwei Zeigerumdrehungen später kam es noch besser: Mario Pieronis Abschluss rutsche unter Kortin hindurch ins Gehäuse – 0:3. Dübendorf seinerseits haderte mit dem Timing, blieb ineffizient und glücklos.

Die Antwort der Oberländer

Dübendorf kämpfte sich zurück ins Spiel. Noah Mazzaro war es, welcher letztlich den Anschlusstreffer nach einem Angriffswirbel schoss. Dann zog Andrin Rüedi entschlossen und blitzschnell über das ganze Eisfeld, bediente den mit ihm aufgerückten Cyrill Messikommer: 2:3 (30.).

Es war ideal, dass wir sofort wieder die Lösung gefunden haben.

Roger Keller, Trainer EHC Wetzikon

Die Hoffnung aufseiten des EHCD wurde rasch geknickt, da 86 Sekunden später Siro Rutzer in der animiert geführten Partie mit dem vierten Treffer für Wetzikon antwortete. «Es war ideal, dass wir sofort wieder die Lösung gefunden haben», blickte Keller auf diese Phase zurück.

Bald war der alte Drei-Tore-Abstand wieder hergestellt. Daneels harmlos erscheinender Abschluss erwischte den etwas unglücklich spielenden Kortin zwischen den Schonern. Gian-Andrea Thöny vergab für die Wetziker Sekunden vor der zweiten Sirene aus bester Position die Vorentscheidung. Dübendorf behielt so noch etwas Zuversicht.

Es entsprach der Logik des Spielstands, dass der EHCD sich im Schlussabschnitt mehr im Angriffsdrittel befand als sonst wo.

Wetzikon Rubio Schir gegen Dübi Nando Bass
Schenkten sich nichts: Wetzikons Rubio Schir (links) gegen den Dübendorfer Nando Bass.

Wetzikon zog die mit dem Vorsprung im Rücken bewährte Taktik des ruhig und stabil Verteidigens sowie auf Fehler des Gegners Wartens. Alessio Pozzorinis Treffer brachte Dübendorf weiteren Schwung, jedoch zu wenig, um Wetzikon nochmals in Bedrängnis bringen zu können. Ari Hochheusers Schuss ins verlassene Gehäuse setzte den Schlusspunkt.

«Wir haben noch nichts erreicht», resümierte Keller. «Jetzt ist Dübendorf unter Zugzwang, und wir müssen bestätigen.»

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