Maag fehlten nur neun Hundertstel
Wernetshauser Rodlerin
Natalie Maag hat beim Weltcup in Oberhof zwei weitere Glanzresultate abgeliefert. Auffällig dabei: Die Oberländerin findet immer mehr Gefallen an den Sprint-Rennen.
Beim zweiten Weltcup-Wochenende im deutschen Oberhof bewies Natalie Maag erneut ihre gute Form.
Drei Wochen nach ihrem Exploit mit dem Gewinn von WM-Silber im Sprint stieg die Wernetshauserin in dieser Disziplin auch im Weltcup aufs Podest. Sie büsste auf die Deutsche Julia Taubitz als Zweitklassierte bloss neun Hundertstel ein.
Den Schmerzen getrotzt
Der erneute Sprung in die Top 3 kam insofern auch überraschend, weil Maag mit Schulter- und Rückenproblemen zu kämpfen hatte. «Ich wurde vor dem Sprint nochmals behandelt, hatte aber trotzdem das Gefühl, ich könne mich kaum bewegen», sagte sie. Im Rennen war dann aber von den Beschwerden nichts mehr zu spüren.
Der Oberländerin gelang eine weitere starke Leistung. «Bis jetzt mochte ich den Sprint eigentlich nie, aber jetzt mag ich ihn irgendwie doch», meinte Maag mit einem Augenzwinkern.
Ich bin total glücklich.
Natalie Maag
Am selben Tag hatte sie schon zuvor im Einzelrennen als Viertplatzierte geglänzt. Maag gelang dabei vor allem der erste Lauf. «Er hat wahnsinnig Spass gemacht», zog sie hinterher Bilanz. Dieses Level konnte die 26-Jährige im zweiten Durchgang nicht ganz halten, bekundete sie doch bei zwei Kurven etwas Schwierigkeiten.
Hadern wollte Maag deshalb aber nicht. «Ich bin total glücklich. Es ist überhaupt nicht schlimm, dass ich nicht aufs Podest gefahren bin, weil ich weiss, dass ich am Start einfach noch zu viel verliere», sagte sie.
Das erste Rennen war ebenso eine Beute von Julia Taubitz. Ihre beste Freundin feierte somit einen Doppelerfolg.
