Wetzikon leistet sich zu viele strube Aussetzer
Niederlage nach Verlängerung
Der EHC Wetzikon muss Luzern in der Playoff-Viertelfinalserie den ersten Sieg zugestehen. Dabei schlugen sich die Wetziker quasi selber.
743 Zuschauer sahen in der Wetziker Eishalle eine hartumkämpfte Partie, bei der es dem HC Luzern erstmals in dieser Saison gelang, den EHC Wetzikon zu bezwingen. Nach nur gerade 18 Sekunden der Verlängerung trafen die Innerschweizer zum 3:2-Sieg.
Für die Oberländer war die Niederlage vermeidbar und ärgerlich. Bei ihrer durchzogenen Darbietung hatten sie zwar ein paar Highlights zu verzeichnen, leisteten sich aber auch einige strube Aussetzer.
Ein Shorthander und eine folgenreiche Strafe
So fiel der Ausgleich der Gäste während eines Wetziker Powerplays: Ein Luzerner wurde gefoult, die Scheibe ging danach verloren, Bossi zog bei angezeigter Strafe allein auf Torhüter Ryffel und bezwang diesen im Nachschuss.
Und nach nur fünf Sekunden der Verlängerung fasste Kent Daneel wegen einem unüberlegten Stockschlag eine weitere Strafe, die Valentino Cavelti mit einem Sonntagsschuss zum 3:2-Siegtreffer nutzte.
Zur Strafe müssen die Wetziker am Dienstagabend nochmals nach Luzern reisen und versuchen, diese Scharte auszuwetzen. Was aber nur mit einer klaren Leistungssteigerung gelingen dürfte.
Die Oberländer gingen schon in der 3. Minute durch Daneel in Führung. Er verwertete einen Abpraller des sonst starken Luzerner Goalies Jannic Maltry.
Das brachte indes keine Sicherheit ins Keller-Team, sondern es folgte ein eigentliches Fehlpass-Festival. Eine gegnerische Strafe blieb ungenutzt und eine eigene brachte in der 18. Minute mit einem verdeckten Weitschuss von Mike Küng den 1:1-Ausgleich.
Der Gegner war cleverer
Im mittleren Abschnitt waren vorerst die Innerschweizer gefährlicher, scheiterten aber am ebenfalls wiederum glänzenden Hüter Fabian Ryffel. Nach Spielmitte hatten dann die Gastgeber einige Hochkaräter zu verzeichnen, doch nur Ari Hochhäuser traf mit einem ebenfalls verdeckten Weitschuss zur 2:1-Führung (33.).
Im Schlussdrittel folgte ein eigentlicher Schlagabtausch, bei welchem die cleveren Luzerner dem EHCW den Shorthander zum 2:2 einschenkten und die Wetziker den Druck in den Schlussminuten nicht in Tore ummünzen konnten. Thöny scheiterte vier Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit ganz knapp am Luzerner Goalie.
