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So sieht der neue Sauber aus

Das Hinwiler Team präsentiert sein Auto für die neue Formel-1-Saison. Aber steht da auch Sauber drauf?

Viel grün, wenig Tradition: der neue Sauber C44.

Foto: PD

So sieht der neue Sauber aus

Giftgrün und aggressiv

Das Hinwiler Sauber-Team stellte in London seinen Boliden für die neue Formel-1-Saison vor. Der Rennstall gibt sich mit neuer Identität angriffig.

Als dritter Rennstall nach Haas und Williams stellte das Hinwiler Sauber-Team am Montag um 20 Uhr seinen Rennwagen für die neue Formel-1-Saison vor. Es ist quasi das erste von zwei Zwischenjahren – nach sechs Saisons mit Alfa Romeo als Titelsponsor und vor dem Audi-Einstieg 2026, wenn Sauber das Werkteam des deutschen Herstellers wird.

Vor einem Jahr fand die Präsentation in den SRF-Studios in Zürich-Oerlikon statt. Mehr Swissness war damals das Thema. Obwohl der Name von Firmengründer Peter Sauber im offiziellen Teamnamen gar nicht mehr auftauchte.

Nun fand die Präsentation in London statt – und Swissness spielt keine Rolle mehr. Obwohl Sauber im offiziellen Teamnamen «Stake F1 Team Kick Sauber» wieder vertreten ist.

Der Rennstall, für den unverändert Valtteri Bottas und Zhou Guanyu fahren, nennt sich selber nur Stake F1 Team – die Plattform für Glücksspiele und Sportwetten ist schon seit der letzten Saison dabei. Weil in gewissen Ländern Glücksspielwerbeverbote gelten, tritt an diesen Rennen nicht Stake, sondern Kick als Titelsponsor in Erscheinung. Der Streamingdienst hat für die nächsten beiden Saisons die Namensrechte am Chassis gekauft.

Beide Deals dürften der Sauber Motorsport AG, die das Team betreibt, eine schöne Stange an Geld einbringen. Der Preis dafür: eine Markenidentität, die mit der Tradition des Rennstalls kaum mehr etwas gemein hat. Wer genau hinschaut, entdeckt den Sauber-Schriftzug aber doch – ganz vorne auf der Nase.

Sauber C44
Die Nase des C44 – der Bolide verschweigt seine Herkunft nicht.

«Wir wollen innovativ sein, wir wollen frisch und kreativ sein. Das ist unser Mantra», sagte Teamrepräsentant Alessandro Alunni Bravi. Aggressiv wolle man sein, angriffig – so kommt die schwarz-giftgrüne Farbgebung daher. Wobei die schwarzen Teile am Auto schlicht unbemalt sind, um Gewicht zu sparen.

Keine Weiterentwicklung, sondern völlig neu

Das neue Auto heisst Kick Sauber C44. Diese Bezeichnung trägt der Geschichte des Teams Rechnung, steht doch das C in der Typenbezeichnung für Peter Saubers Frau Christiane. Und der C44 soll mit seinem erfolglosen Vorgänger, der nur den 9. WM-Rang erreichte, nicht mehr viel gemein haben.

Schon bevor die Saison 2023 vorbei war, kündigte Alunni Bravi den C44 nicht als Weiterentwicklung, sondern als «völlig neues Auto» an. Vorgenommen hat den Konzeptwechsel Technikchef James Key, der im letzten September nach Hinwil zurückkehrte, wo er schon zwischen 2010 und 2012 Technischer Direktor war.

«Das aerodynamische Konzept ist völlig anders», sagte Key an der Präsentation. Technikfreaks dürfte vor allem die neue Vorderradaufhängung auffallen – hier wechselte das Team von Druckstreben (Pushrod) auf Zugstreben (Pullrod). In der letzten Saison waren nur Red Bull und McLaren mit dieser Konfiguration unterwegs.

Das Auto, das am 21. Februar in Bahrain zu Testzwecken erstmals auf die Strecke gehen wird, sieht anders aus als das präsentierte Exemplar – schliesslich wollen die Teams der Konkurrenz nicht alle Design-Details schon vorgängig verraten. Und in Hinwil bleibt man bis dann nicht untätig – fertig entwickelt ist der C44 noch lange nicht.

Die Saison beginnt am 2. März mit dem GP von Bahrain.

  • GP von Bahrain
    in Sakhir

    2. März

  • GP von Saudi-Arabien
    in Dschidda

    9. März

  • GP von Australien
    in Melbourne

    24. März

  • GP von Japan
    in Suzuka

    7. April

  • GP von China
    in Schanghai

    21. April

  • GP von Miami

    5. Mai

  • GP der Emilia Romagna
    in Imola

    19. Mai

  • GP von Monaco

    26. Mai

  • GP von Kanada
    in Montreal

    9. Juni

  • GP von Spanien
    in Barcelona

    23. Juni

  • GP von Österreich
    in Spielberg

    30. Juni

  • GP von Grossbritannien
    in Silverstone

    7. Juli

  • GP von Ungarn
    in Budapest

    21. Juli

  • GP von Belgien
    in Spa-Francorchamps

    28. Juli

  • GP der Niederlande
    in Zandvoort

    25. August

  • GP von Italien
    in Monza

    1. September

  • GP von Aserbaidschan
    in Baku

    15. September

  • GP von Singapur

    22. September

  • GP der USA
    in Austin

    20. Oktober

  • GP von Mexiko
    in Mexiko-Stadt

    27. Oktober

  • GP von Brasilien
    in São Paulo

    3. November

  • GP von Las Vegas

    23. November

  • GP von Katar
    in Lusail

    1. Dezember

  • GP von Abu Dhabi

    8. Dezember

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