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Im Derby spricht alles für Laupen

Die Rollen sind klar verteilt. Und: Für die Laupner NLA-Frauen sprechen vor dem Duell gegen die Floorball Riders auch die Zahlen.

Viel Verkehr vor dem Tor der Riders-Keeperin Sandrine Goetz: Laupens Noemi Walser trifft beim 6:2-Sieg im Hinspiel.

Foto: Christian Merz

Im Derby spricht alles für Laupen

Vor dem Oberländer NLA-Duell

Der UHC Laupen hat just zum Duell gegen die Floorball Riders zum Siegen zurückgefunden. Als Favorit geht er aber ohnehin in die Partie.

Es spricht nicht viel für einen Erfolg im Derby der Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti gegen den UHC Laupen. Obwohl das Schlusslicht am Sonntag vor heimischem Publikum auflaufen kann. Nur zwei der elf Saisonspiele haben die Riders gewinnen können – eines davon zudem erst nach Penaltyschiessen. Durch diese karge Ausbeute ist derzeit sogar Aufsteiger Giffers besser klassiert.

Die erstmalige Playoff-Qualifikation seit der NLA-Rückkehr im Jahr 2020 würde also – und trotz sieben ausstehenden Partien – überraschen. Selbst wenn die Riders im letzten Dezember mehrfach das Kader personell nachrüsteten. Und darunter mit Malin Brolund eine altbekannte und bewährte Kraft vom Ligagegner Red Ants Winterthur ins Oberland zurückkehrte.

Zusätzliche Hoffnung hätte womöglich die erneute Laupner Langzeitbaisse machen können. Wie schon in der Vorsaison geriet das Team nach einer soliden ersten Meisterschaftsphase in ein Tief und reihte bis zum Ende des Jahrs sieben Niederlagen in Folge. Als Gründe dafür sah man bei Laupen eine Systemumstellung und den zuweilen fehlenden Konkurrenzkampf im Kader.

Ausgerechnet nach der kurzen Weihnachtspause aber gelang dem Tabellensechsten nun dank einem überzeugenden letzten Drittel (6:0) ein klarer 9:2-Auswärtssieg gegen Giffers – und damit der Befreiungsschlag. «Der berühmte Ketchup-Effekt ist eingetreten», zeigte sich Laupens Assistenztrainer Kym Bähni erleichtert darüber.

Der einsame Ausreisser der Riders

Dieser würde auch den Floorball Riders, der bis anhin mit 27 Toren offensiv schwächsten Equipe der Liga, guttun. Zum Vergleich: Laupen traf in derselben Zeitspanne 50-mal.

Immerhin: Der besagte Ketchup-Effekt war auch schon einmal in einem Derby im September 2021 eingetroffen. Die Riders schenkten dem Oberländer Rivalen damals im Mitteldrittel gleich fünf Treffer ein – vom 1:2 zum 6:2. Mit 6:4 entschieden sie schliesslich die Partie für sich – es ist gleichzeitig das letzte Erfolgserlebnis überhaupt in einem direkten Aufeinandertreffen. Und die Protagonistinnen der damaligen Wende tragen noch immer das Trikot der Riders. Zumindest Hana Polakova und Iris Brünn, die beide doppelt trafen, sowie Vorlagengeberin Annina Faisst (drei Assists) müssten also wissen, wie es geht.

Die bittere Realität aus Sicht der Floorball Riders ist jedoch seither – aber auch schon vorher – eine andere. Seit dem verlorenen NLB-Playoff-Final im März 2018, als der spätere Aufsteiger Laupen die Serie gegen die Riders mit 2:1-Siegen für sich entschied, hat sich die Hackordnung im Zürcher Oberland verändert. Sechs der sieben Direktduelle gingen an das Team von Headcoach Yves Kempf – zuletzt auch stets recht deutlich.

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