Etwas hatte beim Dübendorfer Kantersieg Seltenheitswert
Dübendorf siegt in Luzern hoch
Deutlich und diskussionslos setzte sich Erstliga-Leader Dübendorf in Luzern durch. Einen kleinen Schönheitsfehler hat der 8:1-Erfolg allerdings.
Was dem EHC Dübendorf in der 29. Minute der Auswärtspartie in Luzern widerfuhr, gab es in dieser Saison noch fast nie: Der Leader der Erstliga-Ostgruppe kassierte in Unterzahl einen Treffer.
In den 17 Spielen zuvor war das dem EHCD in insgesamt 39 Situationen nur einmal widerfahren – was zu einer sagenhaften Boxplay-Erfolgsquote von 97,44 Prozent führte.
Dass es jetzt «nur» noch 95,35 Prozent sind, dürfte für den EHCD problemlos zu verschmerzen sein. Denn als er dieses Tor kassierte, führte er bereits 4:0 – und schoss danach noch vier weitere Tore zum verdienten 8:1-Auswärtssieg.
Phasenweise war im Spiel beim Tabellensechsten Luzern ein Klassenunterschied zu sehen – und insbesondere im ersten Drittel liessen die Dübendorfer ihrem Gegner kaum Platz zum Atmen.
Zwar mussten sie nach einem unkorrekten Spielerwechsel früh ein Boxplay überstehen, danach aber agierten sie druckvoll, temporeich und zielstrebig. Mit drei Treffern innert drei Minuten zwangen die Dübendorfer die Luzerner zu einem Timeout. Eine Reaktion der Gastgeber folgte danach nicht.
Luzern probierte zu Beginn des zweiten Drittels ins Spiel zu finden und suchte das erste Tor, doch bald zog der EHCD sein druckvolles Spiel wieder auf, das Mike Breiter mit einem präzisen Hocheckschuss zum 4:0 veredelte. Spätestens das 5:1 von Timo Brauchli kurz nach Spielhälfte war die Entscheidung. Brauchli war der einzige Doppeltorschütze bei den Dübendorfern.
Rüedis sehenswerte Premiere
Eine starke Partie zeigte aber insbesondere Andrin Rüedi. Der 19-Jährige Stürmer der Lions U20-Elit schoss in seinem fünften Meisterschaftsspiel das erste Tor für den EHCD – und das 7:1 war sehr sehenswert: Rüedi eroberte er den Puck in der neutralen Zone, dribbelte sich durch die Luzerner Abwehr und versenkte die Scheibe backhand im gegnerischen Tor.
