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Wetzikon reichen selbst sieben Tore nicht zu einem Erfolg

So ist der EHC Wetzikon kein Spitzenteam in der 1. Liga. Das 7:9 gegen Wil ist die dritte Pleite infolge.

Noel Siren (Mitte) musste mit dem EHC Wetzikon, hier gegen Burgdorf, eine empfindliche Niederlage einstecken.

Wetzikon reichen selbst sieben Tore nicht zu einem Erfolg

Oberländer Erstligist geht unter

Martin Weber

Tag des offenen Gehäuses: Der EHC Wetzikon unterliegt Wil in einem verrückten Spiel 7:9.

Im Erstliga-Auswärtsspiel gegen den EC Wil enttäuschte der EHC Wetzikon seine zahlreich mitgereisten Fans masslos und kassierte nach einer defensiv indiskutablen Leistung mit 7:9 die dritte Niederlage in Serie.

War bei den letzten beiden Niederlagen die schwache Leistung in der Offensive mit total nur drei geschossenen Toren die Hauptursache für das Scheitern, so waren es diesmal hauptsächlich die inferiore Defensive, die den Untergang einleitete. Unglaublich, wie fehlerhaft die Oberländer in der Abwehr spielten – sie wurden zuweilen wie Slalomstangen umfahren und leisteten kaum Gegenwehr.

Da ist es nicht verwunderlich, dass der latent im Stich gelassene Goalie Fabian Ryffel auch nicht seine beste Leistung abrufen konnte und nach dem 2:5 entnervt den Bettel hinschmiss und Justin Gianola Platz machte. Dessen Einstand missriet gründlich – nach 20 Sekunden kassierte auch er bereits den ersten Gegentreffer zum 2:6.

Sozusagen entlastend für die schwachen Verteidiger muss erwähnt werden, dass sich die Stürmer lange Zeit sehr schwer taten und viel zu harmlos und zu umständlich agierten. Sie brachten kaum Gefahr vor das gegnerische Tor, während die St. Galler viel zielstrebiger agierten und ihre Chancen rigoros ausnützten.

Ein wegweisender Doppelschlag

Letztere bestraften die noch schläfrigen Wetziker zu Beginn des zweiten Drittels mit einem Doppelschlag innert 31 Sekunden und zogen vom 1:1 auf 3:1 davon.

Das dürfte wohl bereits eine Vorentscheidung gewesen sein, denn in der Folge agierten die Gäste total verunsichert und mussten stets einem mehr oder weniger grossen Rückstand nachrennen.

Erst beim Stande von 4:9, als die Sache längst klar war, drehten die Oberländer nochmals auf und betrieben mit drei Toren innert zweieinhalb Minuten Resultatkosmetik zum Endstand von 7:9. Noch erwähnenswert sind immerhin die Fortschritte im Powerplay: Zwei der drei Strafen des Gegners wurden ausgenützt.

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