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Sauber will doch nicht Sauber sein

Alle dachten, der Firmenname Sauber sei 2024 im Teamnamen des Hinwiler Rennstalls enthalten. Doch nun ist doch wieder alles anders.

Der Sauber-Schriftzug auf dem Simulator im Werk in Hinwil: Nicht überall, wo Sauber drin ist, wird künftig Sauber draufstehen.

Archivfoto: Sauber Motorsport/Rodrigo Fischer

Sauber will doch nicht Sauber sein

Getöse um Teamname

In einem Monat präsentiert der Hinwiler Formel-1-Rennstall das Auto für die Saison 2024. «Sauber» dürfte darauf nicht stehen – zumindest nicht gross.

Es ist gewissermassen der Saisonstart vor dem Saisonstart, und die eingefleischten Fans dürften sich den Termin in der Agenda bereits dick markiert haben: Am 5. Februar präsentiert das Hinwiler Sauber-Team seinen neuen Formel-1-Boliden. Wobei dieser Satz nicht korrekt ist, wenn es nach der Marketingabteilung des Rennstalls geht. Denn das Team will sich nun doch nicht Sauber nennen. Obwohl Alfa Romeo nicht mehr Titelsponsor ist. Und obwohl man erst ab 2026 Audi-Werksteam ist.

Am Neujahrstag gab der Rennstall mit grossem Brimborium auf Social Media bekannt, man sei als «neue, frische Marke» am Start und heisse in den nächsten beiden Saisons «Stake F1 Team». Die entsprechende (englische) Medienmitteilung trieft vor Marketingsprech und Superlativen. Und bezüglich der Autopräsentation am 5. Februar in London versteigt man sich gar zur Aussage, man wolle «mit einer unglaublichen Show unsere volle neue Team-Identität enthüllen und den Wow-Faktor wieder in den Sport bringen».

Tatsächlich sorgten für den «Wow-Faktor» auf der Rennstrecke in den letzten Jahren meistens nicht die Sauber-Boliden mit Titelsponsor Alfa Romeo. Zuletzt resultierte nur der enttäuschende 9. und zweitletzte WM-Rang. Und die Sauber-Fans dürften hoffen, dass das Team ebensoviel Enthusiasmus ins neue Auto steckt wie ins Marketing.

Wer den Rennstall künftig übrigens einfach Sauber nennt, liegt auch nicht falsch. Auf der offiziellen Meldeliste des Weltverbandes FIA steht unter Teamname «Stake F1 Team Kick Sauber», unter Chassisname «Kick Sauber» – und unter Firmenname wie bisher «Sauber Motorsport AG».

Anzunehmen ist, dass es sich die Glücksspiel- und Sportwetten-Plattform Stake eine schöne Stange Geld kosten lässt, alleiniger Titelsponsor zu sein. Dasselbe gilt für den Streamingdienst Kick, der für 2024 und 2025 die Namensrechte am Chassis gekauft hat.

Die Zuversicht des Technikchefs

A propos Chassis: Entscheidend am C44 wird nicht seine genaue (Marketing-)Bezeichnung sein, sondern seine Performance. Und diesbezüglich hat der letzte Saison verpflichtete Technikchef James Key zuletzt in verschiedenen Interviews einige interessante Aussagen gemacht.

Seine Zuversicht gründet darauf, dass das Starterfeld sehr eng beisammen ist. «Schaut man sich die Rundenzeiten an, sind es 1,5 Prozent, die uns alle vom schnellsten Auto trennen. Manchmal ist es weniger als das.» Es seien nicht mehr so grosse Unterschiede wie vor einigen Jahren. «Das deutet darauf hin, dass es viele Möglichkeiten gibt, wenn wir alles richtig machen.»

Und obwohl Key zu einem Zeitpunkt kam, als das Auto für 2024 schon längst aufgegleist war, sagt er: «Wir haben einen ziemlich klaren Plan. Es gibt einige möglicherweise grosse Entwicklungsprojekte, die wir während der Saison ans Auto bringen müssen.»

Erste Indizien bezüglich der Konkurrenzfähigkeit des C44 werden die drei Testtage vor der Saison liefern; sie finden vom 21. bis 23. Februar in Bahrain statt.

Eine Woche später geht es am selben Ort erstmals um WM-Punkte – und die Piloten Valtteri Bottas und Zhou Guanyu werden den Beweis antreten müssen, dass Hinwiler Rennstall heuer auch auf der Strecke für Wow-Effekte sorgen kann. Und das notabene in der mit 24 geplanten Rennen bisher längsten Saison der Formel-1-Geschichte.

  • GP von Bahrain
    in Sakhir

    2. März

  • GP von Saudi-Arabien
    in Dschidda

    9. März

  • GP von Australien
    in Melbourne

    24. März

  • GP von Japan
    in Suzuka

    7. April

  • GP von China
    in Schanghai

    21. April

  • GP von Miami

    5. Mai

  • GP der Emilia Romagna
    in Imola

    19. Mai

  • GP von Monaco

    26. Mai

  • GP von Kanada
    in Montreal

    9. Juni

  • GP von Spanien
    in Barcelona

    23. Juni

  • GP von Österreich
    in Spielberg

    30. Juni

  • GP von Grossbritannien
    in Silverstone

    7. Juli

  • GP von Ungarn
    in Budapest

    21. Juli

  • GP von Belgien
    in Spa-Francorchamps

    28. Juli

  • GP der Niederlande
    in Zandvoort

    25. August

  • GP von Italien
    in Monza

    1. September

  • GP von Aserbaidschan
    in Baku

    15. September

  • GP von Singapur

    22. September

  • GP der USA
    in Austin

    20. Oktober

  • GP von Mexiko
    in Mexiko-Stadt

    27. Oktober

  • GP von Brasilien
    in São Paulo

    3. November

  • GP von Las Vegas

    23. November

  • GP von Katar
    in Lusail

    1. Dezember

  • GP von Abu Dhabi

    8. Dezember

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